Gründungserklärung

und Statut

der Organisation

Roter Oktober

"... unsere erste und dringendste praktische Aufgabe: eine Organisation von Revolutionären zu schaffen, die fähig ist, dem
politischen Kampf Energie, Zähigkeit und Kontinuität zu verleihen"
[Lenin Werke, Bd. 5, Was tun?, S. 461]


Für den Aufbau der kommunistischen Partei in Deutschland!

Wir brauchen eine kommunistische Partei:
Im Dezember 2002 wurde in Berlin die Organisation zum Aufbau der kommunistischen Partei in Deutschland, Roter Oktober, gegründet!

Nach der Entartung der KPD (Roter Morgen), aus der wir kommen, sind wir zu dem Urteil gekommen, dass es in Deutschland keine kommunistische Partei gibt. Die kommunistische Partei ist aber notwendig, um den Kapitalismus zu stürzen und nach der Revolution den Sozialismus zu festigen.

Die Geschichte der Partei lehrt vor allem, dass der Sieg der proletarischen Revolution, der Sieg der Diktatur des Proletariats unmöglich ist ohne eine revolutionäre Partei des Proletariats, eine Partei, die vom Opportunismus frei, gegen Paktierer und Kapitulanten unversöhnlich, gegenüber der Bourgeoisie und ihrer Staatsgewalt revolutionär ist.
Die Geschichte der Partei lehrt: das Proletariat ohne eine solche Partei lassen, bedeutet, es ohne revolutionäre Führung lassen, es aber ohne revolutionäre Führung lassen, bedeutet die Sache der proletarischen Revolution zum Scheitern bringen.

Es ist deshalb unsere historische Aufgabe, an dem Aufbau der kommunistischen Partei in Deutschland zu arbeiten! Um eine solche Partei aufzubauen, benötigen wir eine Organisation, die planmäßig und zielstrebig am Aufbau der Kampfpartei der Arbeiterklasse arbeitet. Diese Organisation ist Roter Oktober.

Wir stützen uns auf die von Marx und Engels begründete revolutionäre Arbeiterbewegung in Deutschland, der revolutionären Sozialdemokratie unter der Führung Wilhelm Liebknechts und August Bebels, sowie auf die Tradition der Novemberrevolution 1918 und auf die von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg gegründeten und von Ernst Thälmann geführten KPD, die in den Kämpfen von Kapp und Kuno, dem Hamburger Aufstand 1923 und im Widerstand gegen den Faschismus und für die Befreiung der Arbeiterklasse, für den Sozialismus in Deutschland ihr Leben ließen.

Wir sehen uns auch in der Tradition der von Ernst Aust 1968/69 gegründeten KPD/ML, die den Kampf der KPD fortsetzte, nachdem die illegale KPD entartet war, und deren Führung (in Zusammenarbeit mit dem Staat) die revisionistische DKP gründete. Wir berufen uns auf die KPD/ML, die mit ihrer illegalen Sektion in der DDR kommunistischen Widerstand gegen die SED führte und für ein vereintes, unabhängiges, sozialistisches Deutschland eintrat. Wir kommen schließlich aus der 1985 fortgesetzten KPD(RM), da die KPD/ML einen trotzkistischen Kurs verfolgte und sich schließlich mit den Trotzkisten vereinigte.
Der organisatorische Bruch mit der KPD(RM) wurde für uns notwendig, einmal weil die KPD(RM) keine kommunistische Partei ist und weil sie in sich nicht mehr entwicklungsfähig ist. Revisionisten haben die Führung in der Partei inne und haben jeden Versuch, die KPD(RM) kommunistisch zu gestalten, verhindert. So verließen wir die KPD(RM), um mit der kommunistischen Organisation Roter Oktober, die Grundlage für eine Kommunistische Partei zu schaffen.

Bevor man sich vereinigt, um sich zu vereinigen, muss man sich zuerst entschieden und bestimmt voneinander abgrenzen. Die Einheit des Proletariats, sagte Lenin, kann [&] nur durch die äußerste revolutionäre Partei des Marxismus, nur durch schonungslosen Kampf gegen alle übrigen Parteien verwirklicht werden. Denn: Kennzeichen einer wahren marxistisch-leninistischen Partei ist ihre klare und entschlossene Haltung gegenüber dem modernen Revisionismus, dem Chruschtschowismus, dem Titoismus, den Mao-Tse-tung-Ideen, dem Eurokommunismus usw. Dass in dieser Frage eine klare Demarkationslinie gezogen wird, ist von großer, prinzipieller Bedeutung.
Wenn eine Partei duldet, dass in ihren Reihen Illusionen verbreitet werden [&] dann steht eine solche Partei [&] nicht mehr auf marxistisch-leninistischen Positionen.

Wir wollen eine prinzipien- und standfeste, marxistisch-leninistische Partei aufbauen. Deshalb stehen wir auf der Grundlage von Marx, Engels, Lenin und Stalin! Dies bedeutet, dass wir uns auf den Aufbau des Sozialismus in der Sowjetunion berufen. Der Sieg der Oktoberevolution zeigte weltweit die Möglichkeit des Sozialismus in einem Land, wie auch der Sozialismus in der Sozialistischen Volksrepublik Albanien.

Die Gründung der 3. Kommunistischen Internationale war ein weiterer großer und notwendiger Schritt zur Befreiung der Menschheit, indem die kommunistische Bewegung durch organisierte Zusammenarbeit dem Imperialismus global den Kampf ansagte.

Mit dem 20. Parteitag der KPdSU(B) manifestierte sich der Revisionismus in der Sowjetunion offiziell. Nach Stalins Tod im Jahre 1953 errungen die Revisionisten in der Sowjetunion die Macht.

Wir sehen uns in der Tradition der Partei der Arbeit Albaniens (PdAA) unter Führung Enver Hoxhas, die einen konsequenten Kampf gegen den Revisionismus und Opportunismus, wie z.B. auch den Maoismus geführt hat.

Zum Marxismus-Leninismus:
Als Marxisten-Leninisten stehen wir auf der Grundlage von Marx, Engels, Lenin und Stalin. Die Erkenntnisse von Marx und Engels haben die Welt verstehen gelernt mit der Philosophie des Marxismus, dem dialektischen Materialismus, der politischen Ökonomie und dem wissenschaftlichen Sozialismus.

Der Leninismus ist der Marxismus der Epoche des Imperialismus und der proletarischen Revolution. Der Leninismus ist die Theorie und Taktik der proletarischen Revolution im Allgemeinen, die Theorie und Taktik der Diktatur des Proletariats im besonderen. .


Die Arbeiterklasse ist die revolutionäre Klasse:

Wir Arbeiterinnen und Arbeiter und unteren Angestellten haben kein Privateigentum an den Produktionsmitteln. Dadurch haben wir kein Interesse daran, das Privateigentum zu erhalten, zumal es die Grundlage unserer Ausbeutung durch die Kapitalisten ist.

Wollen wir uns von Ausbeutung und Unterdrückung, von der Lohnarbeit befreien, müssen wir die Herrschaft des Kapitals zerschlagen. Wir sind die Klasse der Zukunft und unsere Lebensbedingungen im Kapitalismus schaffen Voraussetzungen für unsere historische Aufgabe, die sozialistische Revolution.

Die Arbeit im Betrieb, besonders im Großbetrieb, hat uns zu straffer Disziplin, zu einmütigem Handeln, zu gegenseitiger Unterstützung und Hilfe erzogen - auch wenn das Kapital mit allen Mitteln versucht, uns Arbeiterinnen und Arbeiter gegeneinander aufzuhetzen. Die Lohnarbeit hat uns gelehrt, dass wir den Kapitalisten nichts anderes entgegenzusetzen haben als unsere Einigkeit, unsere Organisation. Und die höchste Form dieser Organisation, das eben ist die kommunistische Organisation, das ist Roter Oktober.


Zur Theorie der proletarischen Revolution:
Wir leben im Imperialismus. Mit seiner Entwicklung stößt das imperial-istische System tendenziell immer mehr in Widersprüche und Krisen, die in dem System selbst begründet sind. Durch die Herrschaft des Finanzkapitals in den fortgeschrittenen Ländern der Welt, der Entwicklung des Kapitalexports und die Allmacht der Finanzoligarchie wird die revolutionäre Krise innerhalb der kapitalistischen Länder verschärft.

Durch die Umwandlung des Kapitalismus in ein Weltsystem, ist die Welt in zwei Lager gespalten. Auf der einen Seite eine Handvoll fortgeschrittener kapitalistischer Länder, die ausgedehnte koloniale und abhängige Länder ausbeuten und unterdrücken. Auf der anderen Seite eine übergroße Mehrheit von kolonialen und abhängigen Ländern, die gezwungen sind, für die Befreiung vom Imperialismus zu kämpfen. Dadurch wird die revolutionäre Krise auch in den Kolonialländern verschärft.

Durch die Herrschaft der Monopole über die Einflusssphären und Kolonien des Kapitals und die ungleichmäßige Entwicklung der kapitalistischen Länder führt der Imperialismus zu Kämpfen, um die Neuaufteilung der Welt. Durch die Zusammenhänge von Kriegen und Imperialismus als Koalition zwischen der proletarischen Revolution und der kolonialen Revolution wird die einheitliche Weltfront der Revolution gegen die Weltfront des Imperialismus unabwendbar.

Der Imperialismus schafft die objektiven Voraussetzungen der proletarischen Revolution. Daher ist der Imperialismus der Vorabend der sozialistischen Revolution.


Revolution und Gewalt:
Immer und überall in der Geschichte der Menschheit haben sich die Ausbeuterklassen, ob Sklavenhalter, ob Feudalherren gegen ihre Entmachtung mit Händen und Füßen gewährt, haben alle Mittel in Bewegung gesetzt, um ihren Sturz zu verhindern. Wollen wir die Diktatur der Bourgeoisie zerschlagen, müssen wir uns bewusst sein, dass die Kapitalistenklasse ihre Macht nicht freiwillig aus den Händen geben wird. Sie werden sich den Beschlüssen einer Mehrheit, die ihre Entmachtung verlangt, nicht beugen. Sie werden sich auch nicht über das Parlament abwählen lassen.

Um sie zu entmachten, müssen wir sie niederschlagen. Einen friedlichen Weg zum Sozialismus gibt es nicht. Der bürgerliche Staatsapparat, das wichtigste Instrument, dessen sich die Kapitalisten zur Aufrechterhaltung ihrer Klassenherrschaft bedienen, muss in der gewaltsamen, sozialistischen Revolution zerschlagen, auf seinen Trümmern muss die Diktatur des Proletariats errichtet werden. Das ist für die Arbeiterklasse und alle Werktätigen der einzige Weg, sich von Ausbeutung und Unterdrückung zu befreien. Das ist der einzige Weg zum Sozialismus.


Zum Sozialismus in einem Land:
Verbunden mit dem proletarischen Internationalismus kämpfen wir für die sozialistische Weltrevolution. Die Revolution wird nicht unbedingt dort beginnen, wo die Industrie am entwickeltsten ist. Die Front des Kapitals wird dort reißen, wo die Kette des Imperialismus am schwächsten ist, wo die ökonomische und politische Krise herangereift ist.

Wenn wir von der proletarischen Weltrevolution sprechen, heißt das nicht, dass der Sozialismus in einem Land nicht möglich ist. Es ist äußerst unwahrscheinlich, dass die proletarische Weltrevolution in einem Atemzug siegen wird. Wahrscheinlicher ist, dass sich die Revolution zunächst in einem oder einigen Ländern vollzieht.

Die Geschichte des Aufbaus des Sozialismus in der Sowjetunion und Albanien hat gezeigt, dass der Aufbau des Sozialismus in einem Land möglich ist. Doch der Sieg des Sozialismus in einem Land bleibt Teil der proletarischen Weltrevolution. Die Entwicklung und Unterstützung der Revolution in anderen Ländern ist eine wesentliche Aufgabe der siegreichen Revolution. Die Revolution des siegreichen Landes ist keine sich selbst genügende Größe, sondern Stütze und Mittel zur Beschleunigung des Sieges des Proletariats in den anderen Ländern.
Nur der Sieg der sozialistischen Weltrevolution macht den Übergang zum Kommunismus möglich.


Zur Diktatur des Proletariats:
Nach der sozialistischen Revolution werden wir die Diktatur des Proletariats errichten, deren Grundlage die Herrschaft der Arbeiterklasse ist. Die Diktatur des Proletariats ist das Instrument der proletarischen Revolution, ihr Organ, ihr wichtigster Stützpunkt. Aufgabe der Diktatur des Proletariats ist es, den Widerstand der ehemals herrschenden Ausbeuterklasse zu zerschlagen, den Aufbau des Sozialismus zu organisieren und die Revolution zu bewaffnen, um sich gegen die äußeren Feinde, zum Kampf gegen den Imperialismus zu organisieren. Die Diktatur des Proletariats ist damit der Kampf mit allen Mitteln und in allen Bereichen, um die sozialistische Revolution zu verteidigen und den Sozialismus zu festigen. Durch die Diktatur des Proletariats wird der Arbeiterklasse die Möglichkeit gegeben, sich selbst als diejenige Kraft zu erziehen, die fähig ist, all ihre Bedürfnisse zu erfüllen.

Die Diktatur des Proletariats ist kein Regierungswechsel, sondern die Herrschaft der Arbeiterklasse, die sich des Mittels Staat bedient. Dieser Staat ist ein proletarischer Staat mit proletarischer Machtorganen, ein Staat für die ganze Arbeiterklasse. Der proletarische Staat ist eine Maschine zur Niederhaltung und Beseitigung der Kapitalistenklasse. Insofern ist der Sozialismus als Übergangs-gesellschaft zum Kommunismus weiterhin eine Klassengesellschaft, mit einem wesentlichen Unterschied zu allen bisher gekannten Klassengesellschaften: im Sozialismus nämlich herrscht die Diktatur der ehemals ausgebeuteten Mehrheit über die ehemals ausbeutende Minderheit.

Die Diktatur des Proletariats ist damit auf neue Art demokratisch, nämlich für die Arbeiterklasse und überhaupt für die Besitzlosen. Sie ist auch auf neue Art diktatorisch, nämlich gegen die Überreste der Kapitalistenklasse.
Die neue Form der Organisation der Arbeiterklasse sind die Räte. Sie sind die alles umfassenden Massenorganisationen der Arbeiterklasse. In jedem Betrieb werden Räte gegründet, wodurch alle Arbeiterinnen und Arbeiter ohne Ausnahme organisiert und damit über den Aufbau des Sozialismus entscheiden. Die Rätemacht ist die Vereinigung der örtlichen Räte zu einer gesamtstaatlichen Organisation. Mit der Rätemacht entsteht ein neuer Typus des Staates, der nicht den Aufgaben der Ausbeutung und Unterdrückung der werktätigen Massen angepasst ist, sondern den Aufgaben ihrer völligen Befreiung von jeder Unterdrückung und Ausbeutung, den Aufgaben der Diktatur des Proletariats.

Die Kommunistische Partei ist ein Instrument der Diktatur des Proletariats, das notwendig ist, um die Diktatur des Proletariats zu erobern und zu behaupten. D.h. die Kommunistische Partei muss im Verlauf des Kampfes die gesamte Bewegung zentralisieren und um sich scharen. Nur die Kommunistische Partei kann die Aufgaben bewältigen, die die Diktatur des Proletariats stellt: ...die Millionenmassen der Proletarier mit dem Geist der Disziplin und Organisiertheit beseelen; ...in den proletarischen Massen eine Schutzwehr und ein Bollwerk gegen die zerfressenden Einflüsse der kleinbürgerlichen Elementargewalt und der kleinbürgerlichen Gewohnheiten schaffen; ... die organisatorische Arbeit der Proletarier zur Umerziehung und Ummodelung der kleinbürgerlichen Schichten unterstützen; ... den proletarischen Massen helfen, sich selbst zu erziehen, als die Kraft, die fähig ist, die Klassen aufzuheben und die Bedingungen für die Organisierung der sozialistischen Produktion vorzubereiten. Aber das alles durchzuführen ist unmöglich ohne eine Partei, die durch ihre Geschlossenheit und Disziplin stark ist.


Über die erste Periode des Parteiaufbaus


Wir sind uns über unsere Schwächen bewusst. Diese Schwäche bedeutet aktuell, dass wir eine Kommunistische Organisation sind und sicher noch nicht die Kommunistische Partei, die wir aber aufbauen werden!

Wir sind am Anfang der ersten Periode des Parteiaufbaus. Die erste Periode ist die Periode der Formierung, und Schaffung unserer Partei. [&] In dieser Periode ist die Partei als treibende Kraft schwach. [&] Die Strategie der Partei ist, da das Vorhandensein von Reserven und Möglichkeiten des Manövrierens mit ihnen voraussetzt, notwendigerweise engbegrenzt, recht arm. Die Partei begrenzt sich darauf, den strategischen Plan der Bewegung zu umreißen, das heißt den Weg festzulegen, den die Bewegung gehen muss, während die Reserven der Partei - die Widersprüche im Lager der Gegner sowohl innerhalb als auch außerhalb Russlands - infolge der Schwäche der Partei unausgenutzt bleiben.

Die Taktik der Partei ist, da die Taktik die Ausnutzung aller und jeglicher Formen der Bewegung, der Organisationsformen des Proletariats, ihrer Kombinierung, gegenseitige Ergänzung usw. im Interesse der Gewinnung der Massen und der Sicherung des strategischen Erfolgs voraussetzt, notwendigerweise ebenfalls engbegrenzt, entbehrt des Schwunges.

Im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit und der Sorge der Partei steht in dieser Periode die Partei selbst, ihre Existenz, ihre Erhaltung. Die Partei wird in dieser Zeit als eine gewisse sich selbst genügende Kraft betrachtet. Das ist auch begreiflich: Die wütenden Angriffe [&] auf die Partei sowie die Versuche [&], die Partei von innen heraus zu sprengen und die Parteikader durch ein formlose, parteiloses Gebilde zu ersetzen [&], bedroht die ganze Existenz der Partei, so dass die Frage der Erhaltung der Partei in dieser Periode erstrangige Bedeutung gewinnt.

Die grundlegende Aufgabe des Kommunismus [&] besteht in dieser Periode darin, die besten, aktivsten und der Sache des Proletariats ergebensten Kräfte der Arbeiterklasse für die Partei zu werben, die Partei des Proletariats zu formieren und auf die Beine zu stellen. Genosse Lenin formulierte diese Aufgabe dahin, die Vorhut des Proletariats für den Kommunismus zu gewinnen.

Die Vorhut des Proletariats für den Kommunismus gewinnen (das heißt Kader bilden, eine kommunistische Partei schaffen, Programm und Grundlage der Taktik ausarbeiten). Propaganda als Grundform der Arbeit. Solange es sich darum handelte (und insoweit es sich darum handelt), die Avantgarde des Proletariats für den Kommunismus zu gewinnen, solange und insoweit tritt die Propaganda an die erste Stelle.

Wir werden unsere ganze Kraft dafür einsetzen, die kommunistische Partei zu gründen und mit ihr der historischen Rolle als Vorhutpartei der Arbeiterklasse und höchste Form ihrer Klassenorganisation gerecht zu werden!


Unsere Hauptaufgaben bestehen zurzeit darin:

· Die fortschrittlichsten Kräfte, insbesondere der Arbeiterklasse, zu organisieren.
· Die marxistisch-leninistische Parteitheorie zu studieren und anzuwenden.
· Sich auch sonst regelmäßig zu schulen, primär mit den Werken der Klassiker des Marxismus-Leninismus.
· Ein Konzept zum Aufbau der kommunistischen Partei in Deutschland zu entwickeln.
· Planmäßig an der Festigung und am Aufbau der Organisation zu arbeiten.
· Zellen und Stützpunkte der Organisation auf- bzw. auszubauen.
· Die Kräfte richtig einzuteilen.
· Sich vom Revisionismus und Opportunismus entschieden abzugrenzen.
· Damit beginnen, Spezialisten auszubilden, Kader zu schaffen.
· Propaganda für den Kommunismus zu betreiben.
· Eine kommunistische Tagespolitik zu entwickeln.
· Den Aufbau des Zentralorgans voranzutreiben.
· Die offene kommunistische Arbeit weiterzuentwickeln.
· Den konspirativen, illegalen Aufbau voranzutreiben.
· Die Verbindungen zur Arbeiterklasse auszubauen.
· Entsprechend unserer Kräfte die fortschrittlichen Bewegungen zu unterstützen und kommunistische Standpunkte hineinzutragen.
· Unseren Beitrag des proletarischen Internationalismus zu leisten.


Über das Zentralorgan, als den ideologischen Führer sowie kollektiven Organisator, Agitator und Propagandisten

Unserer Meinung nach muss der Ausgangspunkt der Tätigkeit, der erste praktische Schritt zur Schaffung der gewünschten Organisation, schließlich der Leitfaden, an Hand dessen wir diese Organisation unbeirrt entwickeln, vertiefen und erweitern könnten - die Schaffung einer [&] Zeitung sein [&]. Ohne sie ist jene systematische Durchführung einer prinzipienfesten und allseitigen Propaganda und Agitation unmöglich [&].

Der Aufbau eines Zentralorgans hat große Bedeutung für den Aufbau der kommunistischen Partei. Das Zentralorgan ist der ideologische Führer sowie der kollektive Agitator, Propagandist und Organisator. Ich möchte nur bemerken, dass die Zeitung der ideologische Führer der Partei sein kann und muss, dass sie die theoretischen Wahrheiten, die taktischen Leitsätze, die allgemeinen organisatorischen Ideen, die allgemeinen Aufgaben der Gesamtpartei in diesem oder jenem Augenblick zu entwickeln hat.

Deswegen sind wir mit der Schaffung der Zeitung Roter Oktober einen ersten Schritt zum Aufbau des Zentralorgans gegangen. Wir werden unsere praktische Arbeit in die Arbeit für die Zeitung einbinden und andersherum. Unsere Zeitung ist unter anderem ein Mittel, uns in der Bewegung bekannt zu machen, unseren Einfluss zu vergrößern.

Zur Verbreitung der Zeitung nutzen wir auch das Internet. Auch bei der Zeitung ist es uns von Anfang an wichtig, an der Spezialisierung der einzelnen Kräfte zu arbeiten. Unsere Zeitung darf nicht zu einem Organ werden, wo jeder schreiben kann, was er gerade will. Von Anfang an wird es eine Redaktion geben, die inhaltliche Entscheidungen trifft.


Über die revolutionäre Gewalt

Die Kommunisten verschmähen es, ihre Ansichten und Absichten zu verheimlichen. Sie erklären es offen, dass ihre Zwecke nur erreicht werden können durch den gewaltsamen Umsturz aller bisherigen Gesellschaftsordnung. Mögen die herrschenden Klassen vor einer kommunistischen Revolution zittern. Die Proletar-ier haben nichts in ihr zu verlieren als ihre Ketten. Sie haben eine Welt zu gewinnen. Proletarier aller Länder, vereinigt euch!

Ein Kennzeichen des Revisionismus und Opportunismus war stets die falsche Beantwortung der Frage der gewaltsamen Revolution. Die Notwendigkeit, die Massen systematisch in diesen, gerade in diesen Auffassungen über die GEWALTSAME REVOLUTION zu erziehen, liegt der gesamten Lehre von Marx und Engels zugrunde. Der Verrat an ihrer Lehre durch die heutzutage vorherrschenden sozialchauvinistischen und kautskyanischen Strömungen kommt besonders plastisch darin zum Ausdruck, dass man hier wie dort DIESE PROPAGANDA, DIESE AGITATION VERGESSEN HAT.
Über Organisation,
Strategie und Taktik

Da der Sieg der proletarischen Revolution, der Sieg der Diktatur des Proletariats unmöglich ist ohne eine revolutionäre Partei des Proletariats , wird die gewaltsame Zerschlagung des kapitalistischen Systems nicht siegen können, wenn es keine prinzipienfeste kommunistische Partei gibt, die ständig an sich arbeitet, sich bolschewisiert. Und deshalb arbeiten und kämpfen wir für den Aufbau der kommunistischen Partei. Für uns ist es unabdingbar, grundlegende Punkte über die kommunistische Organisation, deren Strategie und Taktik aufzuführen, die auch schon Grundlage unserer Aufbauorganisation sind. Auch vor der Gründung der Partei müssen wir diese Grundlage im Auge haben und befolgen:

 


I. Über die kommunistische Organisation


Organisation zum Aufbau der kommunistischen Partei:
Um in der sozialistischen Revolution siegen zu können, muss die Arbeiterklasse ihren führenden Kern herausbilden, muss sie ihre politische Partei als Instrument zur Verwirklichung ihrer revolutionären Interessen gründen. Diese proletarische Kampfpartei ist die Kommunistische Partei, die sich allen Parteien der Ausbeuterklasse, einschließlich ihrer Agenturen in der Arbeiterbewegung, unversöhnlich entgegenstellt. Zum Aufbau einer solchen Partei ist - bei den aktuellen Bedingungen in Deutschland - die Gründung einer marxistisch-leninistischen Organisation ein erster Schritt. Eine Organisation, die zielstrebig am Aufbau der kommunistischen Partei arbeitet. Diese Organisation ist Roter Oktober!


Marxismus-Leninismus contra Revisionismus:

Wir stützen uns in unserer gesamten Tätigkeit auf den Marxismus-Leninismus, auf die Lehren von Marx, Engels, Lenin und Stalin. Das setzt den vollständigen Bruch mit allen Strömungen des Revisionismus voraus. Insbesondere verteidigen wir den Marxismus-Leninismus konsequent gegen den sozialdemokratischen Revisionismus, den Chruschtschow-Revisionismus, den Maoismus, den Trotzkismus, den Titoismus, den Eurokommunismus, sowie der gegen die anderen Strömungen des Reformismus, Revisionismus und Opport-unismus. All diese Strömungen haben ihre Besonderheiten. Gemeinsam aber ist ihnen ihr zutiefst antimarxistischer und antiproletarischer Charakter, ihr erbitterter Kampf gegen die proletarische Revolution und die Diktatur des Proletariats, gegen den Sozialismus und den Kommunismus im Interesse des Imperialismus und Sozialimperialismus, der Ausbeuterklasse und der Reaktion. Ohne vollständigen Bruch mit allen Strömungen des Revisionismus kann die kommunistische Partei nicht aufgebaut werden.

Wir sind der Auffassung, dass es keine Einheit mit dem Revisionismus geben darf. Von Anfang an ist die Abgrenzung zum Revisionismus ein Kernbereich unserer Arbeit. Die Theorie der Überwältigung der opportunistischen Elemente durch ideologischen Kampf innerhalb der Partei, die Theorie der Überwindung dieser Elemente im Rahmen ein und derselben Partei ist eine faule und gefährliche Theorie, die die Gefahr heraufbeschwört, die Partei zu einem Zustand der Lähmung und des chronischen Siechtums zu verurteilen, sie mit Haut und Haar dem Opportunismus auszuliefern, das Proletariat ohne revolutionäre Partei zu lassen, das Proletariat der wichtigsten Waffe im Kampf gegen den Imperialismus zu berauben.[...] Der Weg zur Entwicklung und Festigung der proletarischen Parteien führt über ihre Säuberung von den Opportunisten und Reformisten, den Sozialimperialisten und Sozialchauvinisten, den Sozialpatrioten und Sozialpazifisten. Die Partei wird gestärkt dadurch, dass sie sich von den opportunistischen Elementen reinigt.

Doch was ist, wenn diese Reinigung nicht erfolgt? Was für eine Einheit ist das dann? Die Einheit ist eine große Losung!, schrieb Lenin. Doch die Arbeitersache braucht die Einheit unter den Marxisten, nicht aber die Einheit mit den Gegnern und Verfälschern des Marxismus. Und zu Recht wies er darauf hin, dass es so ernsthafte Verletzungen der Prinzipien geben kann, dass der Bruch aller organisatorischen Beziehungen zur Pflicht wird.

Wir mussten diesen Weg des Bruchs gehen, da der innerparteiliche Kampf für uns unmöglich wurde bzw. keinen Erfolg mehr versprach. Da die KPD (Roter Morgen) nicht mehr entwicklungsfähig ist! Die KPD nimmt keine entschlossene Haltung ein und verbreitet Illusionen. Wenn sie auch entartete, so bedeutet dies nicht, dass wir dem Fehler verfallen und alles pauschal verurteilen, denn sie hat auch fortschrittliche Leistungen gebracht. Wir werden an dem Richtigen festhalten und aus den Fehlern lernen, um sie zu vermeiden!

Die Arbeiterklasse darf nicht ohne revolutionäre Führung gelassen werden! Wenn wir nun für den Aufbau der kommunistischen Partei kämpfen, so bedeutet dies, dass wir für die Einheit der MarxistInnen-LeninistInnen sind, nicht aber für die Einheit mit jeder Person, die sich selbst so definiert.

"Wenn man in seinen Reihen Reformisten, Menschewiki hat, so ist es unmöglich, in der proletarischen Revolution zu siegen, so ist es unmöglich, sie zu behaupten. Das steht offenbar prinzipiell fest. Ohne den Bruch mit den Revisionismus und Opportunismus können wir unsere erste Aufgabe nicht erfüllen. Es Konnte die erste historische Aufgabe (die Gewinnung der klassenbewussten Vorhut des Proletariats für die Sowjetmacht und die Diktatur der Arbeiterklasse) nicht ohne den vollen ideologischen und politischen Sieg über den Opportunismus und Sozialchauvinismus gelöst werden [&]


Zum demokratischen Zentralismus:

Wir sind schon jetzt nach dem Prinzip des demokratischen Zentralismus aufgebaut. Das heißt: die demokratische Wahl aller Leitungsgremien von unten nach oben; die Rechenschaftspflicht der gewählten Leitungen und Organe gegenüber denen, die sie gewählt haben; die Verbindlichkeit der Beschlüsse der höheren Organe für jede untere; die Unterordnung der Minderheit unter die Mehrheit; die Einhaltung einer straffen Organisationsdisziplin.


Zur Verbindung von Theorie und Praxis:

Es ist notwendig, dass wir uns die revolutionäre Theorie des Marxismus-Leninismus, die mit der revolutionären Praxis untrennbar verbunden ist, weiter aneignen. Es ist nötig, dass wir die Ausarbeitung einer richtigen Strategie und Taktik, der Losungen und Direktiven nicht aufgrund auswendig gelernter Formeln und Zitate, oberflächlicher historischer Parallelen, sondern aufgrund einer sorgfältigen Analyse der konkreten Bedingungen in Deutschland und international vornehmen. Denn der Marxismus-Leninismus ist kein Dogma, sondern die Anleitung zum revolutionären Handeln.


Zur Organisierung der Arbeiterklasse:

Unser vorrangiges Ziel ist die Organisierung der fortschrittlichsten Kräfte der Arbeiterklasse. Die Aufnahmebedingungen in unsere Organisation müssen so sein, dass sie den Eintritt klassenbewusster Arbeiterinnen und Arbeiter in die Organisation fördern.
Unsere Organisation muss besonderes Gewicht ihrer Tätigkeiten auf die Arbeiterklasse, vor allem aber auf dieIndustriearbeiterinnen und -arbeiter, legen.


Kader:

Wir müssen daran arbeiten, einen proletarischen Führungskern herauszubilden und große Anstrengungen darauf verwenden, systematisch neue proletarische Kader heranzubilden und mit Führungsaufgaben zu betrauen. Die führenden Kader unserer Organisation müssen möglichst enge Verbindungen mit der Arbeiterklasse haben. Dies ist zu Beginn sicher sehr schwierig, muss aber von Anfang an unsere Orientierung sein. Die Autorität dieses Führungskerns darf sich nicht hauptsächlich aus Buchwissen und journalistischen Fähigkeiten herleiten, sondern muss in ihrer prinzipienfesten revolutionären Haltung und in der konsequenten revolutionären Praxis begründet sein.


Zur bolschewistischen Kritik und Selbstkritik:

Kritik und Selbstkritik ist ein Entwicklungsgesetz der kommunistischen Organisation. Wir dürfen unsere Fehler nicht verhüllen und Kritik nicht fürchten. Das Verhalten der kommunistischen Organisation zu ihren Fehlern ist eines der wichtigsten Kriterien für ihren Ernst und die tatsächliche Erfüllung ihrer Pflichten gegenüber der Arbeiterklasse. Einen Fehler offen zugeben, seine Ursache aufdecken, die Umstände, die ihn hervorgerufen haben analysieren, die Mittel zur Behebung des Fehlers sorgfältig prüfen, das heißt Erfüllung seiner Pflichten, das heißt Erziehung und Schulung der Klasse. Ohne das wäre die Heranbildung von Kadern unmöglich. Denn diese werden im Kampf gegen ihre eigenen Fehler, in Überwindung dieser Fehler herausgebildet und erzogen.

Die Stärke der kommunistischen Organisation besteht in ihrer Kollektivität. Das Individuum sieht immer nur einseitig. Erst das Kollektiv ermöglicht eine objektive Sicht auf die Dinge. Deswegen ist uns die offene Diskussion über die Arbeit der Genossinnen und Genossen sehr wichtig. Der offene Umgang mit Kritik und Selbstkritik ist Voraussetzung für die kommunistische Organisation. Dabei ist die Säuberung innerhalb der eigenen Reihen ein wichtiger Bestandteil der bolschewistischen Kritik und Selbstkritik. Dass auch Fehler in der kommunistischen Arbeit gemacht werden, ist nicht zu verhindern. Aber mit der offenen Kritik und Selbstkritik jedoch wird verhindert, dass wir Fehler wiederholen oder verstecken.

Eines der wichtigsten Mittel zur Entfaltung der inneren Demokratie unserer Organisation ist die bolschewistische Kritik und Selbstkritik. Das Mittel der Kritik und Selbstkritik wird gewählt, um alles Untaugliche und Zersetzende zu beseitigen. Dass wir immer wieder unsere Arbeit, unseren Kampf reflektieren, um eine Verbesserung der Arbeit zu gewährleisten, um entstehenden Bürokratismus zu überwinden und um die Feinde der Arbeiterklasse zu entlarven. Anhand der Erfahrungen aus den eigenen Fehlern gewährleisten wir die Entwicklung, Ausbildung und Erziehung der eigenen Reihen.

Den Fehler offen anzuerkennen, die Ursachen des Fehlers aufzudecken, die Situation, in welcher der Fehler entstand, zu studieren und aufmerksam die Mittel zu besprechen, um diese Fehler zu korrigieren  das sind die Kennzeichen einer ernsten Partei, das ist die Erfüllung ihrer Pflichten, das ist die Erziehung und Ausbildung der Klasse und nachher auch der Massen.
Wir dürfen unsere Fehler nicht verheimlichen, weil der Feind das ausnützen könnte. Wer das fürchtet, ist kein Revolutionär. Im Gegenteil, wenn wir den Arbeitern offen sagen: Ja, wir haben Fehler gemacht, so bedeutet das, dass wir sie das nächste Mal nicht mehr wiederholen [&]

Der Aufbau unserer Organisation ist ohne die Entwicklung der bolschewistischen Kritik und Selbstkritik unmöglich. Unter bolschewistischer Kritik und Selbstkritik ist aber nicht nur das Erkennen von Fehlern zu verstehen, sondern auch ihre Analyse. Die bolschewistische Kritik und Selbstkritik zeichnet sich dadurch aus, dass aus den Fehlern gelernt wird und alles unternommen wird, sie in Zukunft zu vermeiden! Jeder Versuch, die Kritik und Selbstkritik zu verflachen oder zu unterdrücken, muss ebenso bekämpft werden wie Versuche, die Kritik und Selbstkritik zu instrumentalisieren, um die Organisation zu zersetzen bzw. zu spalten.

Die Reinigung der Organisation ist ein Ausdruck der bolschewistischen Kritik und Selbstkritik. Ohne eine periodische Reinigung von schwankenden Elementen kann sich die Partei nicht festigen. Genosse Lenin lehrte, dass die Partei sich nur festigen kann, wenn sie sich Schritt für Schritt von den schwankenden Elementen reinigt, die in die Partei eindringen und auch in Zukunft eindringen werden. Durch die Reinigung der Organisation von schwankenden bzw. feindlichen Kräften wird die Organisation gestärkt. Ziel der Reinigung ist es, das ideologische Niveau der Mitglieder zu heben und die Organisation politisch und organisatorisch zu festigen. Die Reinigung der Organisation bedeutet aber nicht, dass willkürlich ausgeschlossen wird. Vielmehr ist sie bewusst und diszipliniert und hat innerorganisatorisch offen zu erfolgen.


Zur Disziplin:
Wir sind stark durch unsere Geschlossenheit und unsere feste Disziplin. Die feste Disziplin in der Organisation aber ist undenkbar ohne die Einheit des Willens, ohne die völlige und unbedingte Einheit des Handelns aller Mitglieder. Die Einheit der programmatischen, strategischen, taktischen und organisatorischen Ansichten ist der Boden, auf dem sich unsere Organisation aufbaut und handelt. Zerfällt die Einheit der Ansichten, so zerfällt die Organisation. Folglich kann als Mitglied nur derjenige bezeichnet werden, der die programmatische Linie, die Strategie und Taktik und die Organisationsprinzipien restlos akzeptiert und sich bemüht, diese zu verwirklichen, in einer Grundorganisation arbeitet und regelmäßig Beitrag zahlt.

Unvereinbarkeit mit Fraktionismus:
Das Bestehen von Fraktionen ist unvereinbar sowohl mit der Einheit als auch der eisernen Disziplin der kommunistischen Organisation. Wir können nur in dem Maße wachsen und erstarken, in dem wir den Kampf gegen opportunistische, antirevolutionäre und feindliche Elemente führen. Wir müssen alle Elemente des Revisionismus, des Paktierertums und des Kapitulantentums, der Zersetzung und der Desorganisation schonungslos aus unseren Reihen entfernen. Wir werden dadurch gestärkt, dass wir uns von opportunistischen Elementen säubern.


Zum legalen und illegalen Aufbau:
Wir müssen auch unter den Bedingungen der Legalität und Halblegalität grundsätzlich am illegalen Aufbau der Organisation festhalten, weil wir sonst kaum in der Lage sein können, den Kampf unter den Bedingungen der Illegalität weiterzuführen, ohne von der Kapitalistenklasse und ihrer Agenturen zerschlagen zu werden. Andererseits müssen wir auch unter den Bedingungen der Illegalität bemüht sein, die bestehenden legalen Möglichkeiten des Kampfes zu nutzen, um enge Verbindungen mit den Massen herzustellen und die Massen revolutionär zu beeinflussen.

Für alle Länder, sogar für die freiesten, ´legalsten und friedlichsten in dem Sinne, dass sich dort der Klassenkampf weniger scharf äußert, ist die Zeit gekommen, da die systematische Verbindung von legaler und illegaler Arbeit, von legaler und illegaler Organisation für jede kommunistische Partei eine unbedingte Notwendigkeit ist. Denn auch in den aufgeklärtesten und freisten Ländern mit der stabilsten bürgerlich-demokratischen Ordnung nehmen die Regierungen entgegen ihren verlogenen und heuchlerischen Erklärungen bereits systematisch ihre Zuflucht zur Aufstellung von geheimen Listen der Kommunisten, zu endlosen Verletzungen ihrer eigenen Verfassung, um die Weißgardisten und die Ermordung von Kommunisten in allen Ländern halboffiziell oder insgeheim zu unterstützen, zur geheimen Vorbereitung von Verhaftungen der Kommunisten, zur Einschleusung von Provokateuren in die Reihen der Kommunisten usw. usf. Nur reaktionäres Spießertum, in welchen schönen demokratischen und pazifistischen Phrasen es sich auch hüllen mag, kann diese Tatsachen oder die unerlässliche Schlussfolgerung durchaus bestreiten, dass alle legalen kommunistischen Parteien unverzüglich illegale Organisationen schaffen müssen, um systematisch illegale Arbeit zu leisten und sich gründlich auf den Augenblick vorzubereiten, in dem die Verfolgung durch die Bourgeoisie einsetzt. .
Das bedeutet für uns, dass wir uns nicht von den Freiheiten der derzeitigen demokratischen Ordnung täuschen lassen werden. Ja, das wir vielmehr von Anfang an die Notwendigkeit der illegalen Arbeit sehen und den illegalen Aufbau praktizieren. Wir dürfen uns aber keinesfalls unter Berufung auf die Erfordernisse der Konspiration von der Arbeiterklasse isolieren.
Kampfformen:
Wir müssen es in unserer Arbeit verstehen, eine unversöhnliche revolutionäre Einstellung (nicht zu verwechseln mit Abenteurertum!) mit einem Maximum an Elastizität und Manövrierfähigkeit (nicht zu verwechseln mit Anpassungspolitik!) verbinden. Um die Arbeiterklasse zur Revolution zu führen, müssen wir es zunehmend verstehen, die richtige Strategie und Taktik für den Kampf der Arbeiterklasse, für den Aufbau der kommunistischen Partei zu entwickeln und alle Kampfformen (friedliche und gewaltsame, offene und geheime, legale und illegale, Kämpfe im nationalen und internationalen Maßstab usw.) und alle Formen der Organisation zu beherrschen, sie miteinander zu verbinden und entsprechend der Kampflage schnell eine Kampfform durch eine andere zu ersetzen.

Proletarischer Internationalismus:
Wir müssen uns im Kampfe vom proletarischen Internationalismus leiten lassen. D.h. wir müssen die Fragen der Revolution in Deutschland vom Standpunkt der Weltrevolution der Arbeiterklasse aus beurteilen. Wir müssen den Kampf der Arbeiterklasse der anderen Länder für den Sozialismus und den Befreiungskampf der unterdrückten Völker gegen den Imperialismus unterstützen.

Wir leisten dadurch einen großen Beitrag zur proletarischen Weltrevolution, dass unsere Organisation den revolutionären Prinzipien und Zielen der internationalen revolutionären Arbeiterbewegung treu bleibt und alle Anstrengungen unternimmt, um die Arbeiterklasse in Deutschland zum Sieg über die Kapitalistenklasse und den Imperialismus zu führen. Wir teilen Lenins Auffassung: die Aufgabe eines Vertreters des revolutionären Proletariats, ist es [&], die proletarische Weltrevolution vorzubereiten als einzige Rettung vor den Schrecken des Weltgemetzels. Nicht vom Standpunkt meines Landes darf ich urteilen [&], sondern vom Standpunkt meiner Teilnahme an der Vorbereitung, der Propagierung, der Beschleunigung der proletarischen Weltrevolution.
Das eben ist Internationalismus, das ist die Aufgabe eines Internationalisten, eines revolutionären Arbeiters, eines wirklichen Sozialisten. Indem wir unseren Hauptfeind, den deutschen Imperialismus, schwächen bzw. zerschlagen, leisten wir einen internationalistischen Beitrag zur Schwächung des Imperialismus auf der ganzen Welt.

Wir kämpfen dafür, dass die Einheit aller kommunistischen Parteien und Organisationen auf dem Boden des Marxismus-Leninismus geschmiedet wird.
Die Einheit zwischen den marxistisch-leninistischen Parteien und Organisationen beruht nicht in erster Linie auf Deklarationen und Resolutionen, sondern sie basiert auf dem gemeinsamen Handeln nach den Prinzipen und Lehren des Marxismus-Leninismus.
Wenn wir uns dem proletarischen Internationalismus verpflichten, so ist dies keine Worthülse. Trotz der derzeitigen Schwächen bedeutet dies für uns, an der Einheit der marxistisch-leninistischen Weltbewegung mitzuwirken. Von Anfang an werden wir den Aufbau, den Ausbau und die Pflege von internationalen Kontakten und Verbindungen, sowie die Entwicklung eines gemeinsamen Kampfes, anstreben und vorantreiben. Wir werden uns - den Kräften entsprechend - an internationalen Demonstrationen, Aktionen und Treffen beteiligen.

Wir werden uns dafür einsetzen, im Geiste des proletarischen Internationalismus, der absoluten Offenheit und herzlichen Kameradschaftlichkeit auf gleichberechtigter Basis bilaterale und multilaterale Konsultationen, Gespräche und gemeinsamen Aktionen durchzuführen. Der Aufbau der Kommunistischen Internationale ist unsere Aufgabe, dazu müssen wir unserer möglichstes beitragen.

II. Über die marxistisch-leninistische Strategie

Sozialistische Revolution:
Deutschland ist ein hoch industrialisiertes, imperialistisches Land. Hier steht die Arbeiterklasse, die Parteiaufbauorganisation Roter Oktober bzw. die noch zu gründende Partei, unmittelbar vor der strategischen Aufgabe der Vorbereitung und Durchführung der sozialistischen Revolution.

Für uns ist die leninsche Theorie von der proletarischen Revolution ein allgemeingültiges und unverzichtbares Gesetz für den Übergang vom Kapitalismus zum Sozialismus. Die Arbeiterklasse und seine Vorhutpartei (die wir aufbauen werden!) können die Macht nicht sichern, ohne die gewaltsame Vernichtung der bürgerlichen Macht, der Zerschlagung der bürgerlichen Staatsmaschinerie (der bürgerlichen Armee, Polizei, Justiz, Beamtenhierarchie, Parlamente usw.) und ihre Ersetzung durch neue Organe der proletarischen Macht, die Werkzeug zur Niederhaltung der Ausbeuter und zur Verteidigung des Sozialismus sind, während die Arbeiterklasse breiteste sozialistische Demokratie entfaltet.


Vorbereitung und Führung:
Wir müssen die Arbeiterklasse in politischer, organisatorischer und militärischer Hinsicht auf die gewaltsame Revolution vorbereiten. Wir halten daran fest, dass alle Schritte der Vorbereitung und Führung des bewaffneten Kampfes von der proletarischen Politik, deren Vertreterin die kommunistische Organisation ist, geleitet werden müssen. Der bewaffnete Kampf kann nur gestützt auf die breiten Massen und unter ihrer Beteiligung geführt werden.
Ohne diese Bedingungen kann ein bewaffneter Kampf niemals konsequent revolutionär sein. Er wird vielmehr, wie die Geschichte beweist, früher oder später entarten oder mit einer Niederlage enden.
Revolutionäre Situation:
Der Sieg der Revolution setzt das Vorhandensein einer revolutionären Situation voraus. Wir müssen idealistische und subjektivistische Auffassungen in dieser Frage und das Abenteurertum bekämpfen, leichtsinnig mit der Revolution zu beginnen, bevor die objektiven und subjektiven Bedingungen herangereift sind. Die Vorreiter der Arbeiterklasse allein in den entscheidenden Kampf werfen, solange die breiten Massen der Werktätigen diese noch nicht direkt unterstützen oder zumindest wohlwollende Neutralität ihr gegenüber hegen und dem Gegner der Revolution jede Unterstützung versagen, wäre nicht nur eine Dummheit, sondern auch ein unentschuldbarer Fehler.

Andererseits müssen wir jenen Rechtsopportunismus bekämpfen, der es selbst bei Vorhandensein einer revolutionären Situation ablehnt, die Revolution zu leiten und die politische Macht zu ergreifen. Die Revolution leiten, kann nur die zu gründende kommunistische Partei!


Revolutionärer Prozess:

Wir lehnen in der Frage der möglichen Formen der Revolution und des Verlaufes jeden schematischen und dogmatischen Standpunkt ab; denn wie die Geschichte gezeigt hat, kann die Revolution in sehr unterschiedlicher Weise verlaufen: zum Beispiel als durchgehender Prozess über die Entfaltung von Massenaktionen, Streiks in Verbindung mit Demonstrationen bis hin zum Generalstreik, der sich mit dem bewaffneten Aufstand gegen die Staatsgewalt der Ausbeuterklasse vereint und entweder in kurzer Frist zum Sieg führt oder in einen längeren Volkskrieg umschlägt; sie kann beginnend mit einem Partisanenkrieg, Guerillakämpfen in Stadt und Land gegen die bürgerliche Staatsmacht über die Entfaltung größerer Kämpfe bis hin zum allgemeinen bewaffneten Aufstand zum Sturz der Ausbeuterklasse führen; sie kann sich entwickeln aus einem ungerechten, imperialistischen Krieg, den die Arbeiterklasse mit dem gerechten, dem revolutionären Befreiungskrieg beantwortet. Auf diese und weitere Möglichkeiten des Ausbruchs und Verlaufes der Revolution müssen wir uns vorbereiten. Wir dürfen nicht von Anfang an die eine oder andere Möglichkeit des Ausbruchs und Verlaufs der Revolution ausschließen bzw. ablehnen oder uns auf eine einzige Möglichkeit versteifen, weil eine solche Haltung dazu führen kann, dass nicht jede Möglichkeit zum revolutionären Kampf genutzt wird.

Für den Sieg der sozialistischen Revolution ist es notwendig, dass die zu gründende kommunistische Partei die Arbeiterklasse vertritt, dass sie die entscheidende Kraft in der Arbeiterklasse ist. Es ist notwendig, den Einfluss des Revisionismus in allen seinen Spielarten zu entlarven und zu isolieren, so dass der Revisionismus in der Arbeiterbewegung hinabgedrückt bzw. soweit wie möglich zerstört wird. Ohne Lösung dieser Aufgabe ist in hochindustrialisierten kapitalistischen Ländern wie Deutschland an den Sieg der proletarischen Revolution, an die erfolgreiche Errichtung der Diktatur des Proletariats nicht zu denken. Damit wir Arbeiterinnen und Arbeiter siegen können, muss uns ein Wille vereinen, muss uns eine Partei führen, eine Partei, die das unbestrittene Vertrauen der Arbeiterklasse besitzt.

III. Über die marxistisch-leninistische Taktik

Kampfmittel, -wege, -formen und methoden:
Die wichtigste Aufgabe der Taktik unserer kommunistischen Organisation ist die Festlegung der Mittel und Wege, der Formen und Methoden des Kampfes, die der konkreten Situation im gegebenen Augenblick am Besten entsprechen und den strategischen Erfolg am Sichersten vorbereiten. Deshalb dürfen die taktischen Aktionen und ihre Resultate nicht an und für sich, nicht vom Standpunkt des unmittelbaren Effekts aus gewertet werden, sondern vom Standpunkt der Aufgaben und Möglichkeiten der Strategie.

Wir müssen alles versuchen, um die Arbeiterklasse zur Offensive zu führen, wenn die Umstände eine Offensive erfordern, und wir müssen die Arbeiterklasse den Schlägen eines starken Gegners entziehen, wenn die Umstände den Rückzug erfordern. Wir müssen diejenigen Losungen stellen und Organisationsformen in den Vordergrund heben, die den Bedingungen und dem Stand der Bewegung am Besten entsprechen und geeignet sind, das Heranführen der Massen an die revolutionären Positionen, an die Front der Revolution und ihre Verteilung an der Front der Revolution zu erleichtern und sicherzustellen. Dazu ist es primär nötig, die fortschrittlichsten Kräfte der Arbeiterklasse zu organisieren. Ausschlaggebend ist das objektive Interesse der Arbeiterklasse. Der Bewusstseinstand ist Maßstab dafür, wo die Massen abgeholt werden müssen, um sie zur sozialistischen Revolution zu führen.

Wir sind verpflichtet, den tatsächlichen Bewusstseins- und Reifegrad eben der ganzen Klasse (und nicht nur ihrer kommunistischen Avantgarde), eben der ganzen werktätigen Masse (und nicht nur ihrer fortgeschrittensten Vertreter) nüchtern zu prüfen und in Rechnung zu stellen.


Erfahrungen der Massen:

Die Arbeiterklasse und die breiten Massen der Werktätigen und vom Kapital Unterdrückten an die Positionen der kommunistischen Organisation und Revolution heranzuführen, kann nicht durch Propaganda und Agitation allein erreicht werden. Dazu bedarf es der eigenen politischen Erfahrung der Massen. Deshalb haben wir die Aufgabe, den Massen Gelegenheit zu geben, aufgrund ihrer eigenen Erfahrung die Unvermeidlichkeit des Sturzes der alten Macht und die Richtigkeit der revolutionären Losungen zu erkennen. Wir müssen berücksichtigen, dass die zurückgebliebensten Schichten der ausgebeuteten Masse vor allem durch den ökonomischen Kampf, durch den Kampf um sofortige, unmittelbare Verbesserung ihrer Lage aufgerüttelt und erzogen werden können. Der Kampf erzieht uns, der Kampf gibt uns das Maß unserer Kräfte, erweitert unseren Horizont, steigert unsere Fähigkeit, klärt unseren Verstand auf, stählt unseren Willen.


Führen contra Hinterhertrotten:

Wir dürfen uns nicht darauf beschränken zu registrieren, was die Masse der Arbeiterinnen und Arbeiter empfindet und denkt. Wir dürfen nicht hinter der spontanen Bewegung hertrotten, sondern müssen das Niveau der Massen - entsprechend den vorhandenen Möglichkeiten - heben, damit die Arbeiterklasse ihre wahren Interessen erkennt. Wir sind verpflichtet, nicht auf das Niveau der Massen, nicht auf das Niveau der rückständigsten Schichten der Arbeiterklasse und der Werktätigen herabzusinken. Wir müssen der Arbeiterklasse vielmehr voraus sein, weiter sehen als sie, müssen es verstehen, sie zunehmend zu führen und auf das Niveau der Revolutionäre zu heben.


Überprüfung von Losungen, Direktiven und Beschlüssen:

Wir müssen unsere Losungen und Direktiven, unsere Politik anhand der Praxis des Klassenkampfes und der Reaktion der parteilosen Massen, der Arbeiter und Werktätigen überprüfen und nötigenfalls - sollten sich Fehler herausstellen - ihre Ursachen aufdecken, um sie zu beseitigen und entsprechend die Politik zu korrigieren. Es ist notwendig, dass wir die Durchführung der eigenen Beschlüsse und Direktiven systematisch überprüfen, da sonst die Gefahr besteht, dass sie sich in leere Versprechungen verwandeln.


Entlarvung der Reformisten und der Revisionisten:

Um die Aufgabe, den Einfluss der reformistischen und revisionistischen Agenturen zu einer Minderheit zumindest unter den klassenbewussten Arbeiterinnen und Arbeitern hinabzudrücken, lösen zu können, müssen wir - neben der zweifellos notwendigen Entlarvung der Revisionisten in grundsätzlichen und strategischen Fragen - sie vor allem im Verlauf des täglichen Kampfes für die konkreten Bedürfnisse der Arbeiterklasse enttarnen. Wir dürfen die Revisionisten nicht allein aufgrund fernliegender Fragen anprangern, sondern müssen sie vor allem im täglichen Kampf der Arbeiterklasse für die Verbesserung ihrer materiellen und politischen Lage isolieren.

Unsere Aufgabe besteht darin, die reformistischen und revisionistischen Arbeiterverräter zu entlarven, sich aber gleichzeitig den Weg zu den revisionistischen und reformistischen Arbeitermassen, die sich im Labyrinth reformistischer bzw. revisionistischer Wirrnis verirrt haben, zu bahnen und auf diese Weise die Mehrheit der Arbeiterklasse für den Kommunismus zu gewinnen. Unsere Aufgabe besteht darin, unsere auf Irrwegen geratenen Klassengenossinnen und -genossen zu helfen, den richtigen Weg zu finden und den Übergang auf die Seite des Kommunismus zu erleichtern.

Eroberung der Gewerkschaften:
In dem hochindustrialisierten, imperialistischen Deutschland ist die Führung der Mehrheit der Arbeiterklasse unmöglich ohne Eroberung der Gewerkschaften und ohne die Verwirklichung einer von sektiererischen und opportunistischen Fesseln befreiten Taktik der proletarischen Einheitsfront. Es ist daher unsere Pflicht, selbst in den reaktionärsten Gewerkschaften - sofern bzw. solange sie Massenorganisationen sind - eine systematische Arbeit Schritt für Schritt aufzubauen. Mit dem Ziel des Zusammenschlusses der Arbeiterinnen und Arbeiter zu einer Einheitsfront gegen das Kapital.

Wir müssen in den Gewerkschaften arbeiten, um die Kontakte zu den fortschrittlichsten Kräften, die bereit sind zu kämpfen, bzw. sich bereits schon im Kampf befinden, aufzubauen bzw. zu intensivieren. Dabei dürfen wir aber nicht den Fehler begehen, uns in Gremienarbeit zu verzetteln. Weiter dürfen wir uns, als Organisation, die die kommunistische Partei erst aufbauen muss, auch nicht in Illusionen begeben. Illusionen, die z.B. davon ausgehen, dass wir schon jetzt wirklichen Masseneinfluss erringen, Massenkämpfe leiten könnten etc.! Es wäre grundfalsch, unsere Arbeit darauf auszurichten. Primäres Ziel ist es zunächst, den Kontakt zu den fortschrittlichsten Teilen der Arbeiterklasse aufzubauen und diese Kräfte zu organisieren. Das ist die Vorraussetzung, um Masseneinfluss zu erreichen.

Ohne Lösung dieser Aufgabe kann die zu gründende kommunistische Partei in Deutschland weder zu einer wirklichen Massenpartei werden, noch kann sie die notwendigen Bedingungen für den Sieg der Arbeiterklasse schaffen. Ohne diese Voraussetzung kann die zu gründende kommunistische Partei an die Errichtung der Diktatur des Proletariats überhaupt nicht denken.

Aus der Feststellung der unbedingten Notwendigkeit der Arbeit in den Gewerkschaften folgt keineswegs, dass wir unsere Arbeit auf die Tätigkeit in den reformistisch kontrollierten Gewerkschaften beschränken, dass die Kommunistinnen und Kommunisten zu Sklaven der Normen und Forderungen dieser Verbände werden sollen. Da die reformistische Führung der Gewerkschaften in Deutschland mit der Bourgeoisie verwachsen ist, können wir den Kampf nicht führen, ohne den bestehenden Rahmen der Gewerkschaften bis zu einem gewissen Grade zu sprengen, um entgegen dem Willen der Gewerkschaftsbonzen, die sich an das Kapital verkauft haben, den Widerstand der Arbeiterinnen und Arbeiter innerhalb wie außerhalb der Gewerkschaften zu organisieren.

Kampf gegen Reaktion, Faschisierung und Faschismus:
Wir müssen den Kampf gegen Reaktion, Faschisierung und Faschismus, gegen den Abbau der bürgerlich-demokratischen Freiheiten und für deren Erhalt und ständige Ausweitung führen. Der Imperialismus führt tendenziell zum Faschismus. Mit der Faschisierung wird der Faschismus vorbereitet. Der Faschismus dient dem Imperialismus dazu, die Ausbeutung noch weiter zu verstärken. Deshalb ist der Kampf gegen Faschisierung und Faschismus ein elementarer Bestandteil des Klassenkampfes!


Verbindung der Reformen mit der sozialistischen Revolution:

Wir müssen es verstehen, den ökonomischen und politischen Kampf um Reformen mit dem Kampf für den Sozialismus, sowohl in der Propaganda, als auch in der alltäglichen Praxis, zu verbinden. Und dies, indem wir diese Kämpfe so leiten, dass die Arbeiterklasse im Kampf die Notwendigkeit und den Nutzen der sozialistischen Revolution erkennt und an die proletarische Revolution herangeführt wird. Dabei dürfen wir niemals aus den Augen verlieren, dass der politische Kampf um Reformen dem Kampf für den Sozialismus immer untergeordnet ist und ihm dienen muss. Das kapitalistische System ist nicht reformierbar, die Vorstellung, wesentliche Fortschritte durch Reformen erkämpfen zu können, ist reformistisch und konterrevolutionär!


Imperialistische Kriege:

Wir müssen die Arbeiterklasse und die breiten Volksmassen darüber aufklären, dass der Imperialismus ungerechte Kriege hervorbringt, und somit die Wachsamkeit gegenüber der Gefahr imperialistischer Kriege erhöhen. Diese notwendige Aufklärungsarbeit allein aber ist unzureichend. Wir haben die Pflicht - unseren Möglichkeiten entsprechend - die Arbeiterklasse, die Volksmassen, überhaupt alle friedliebenden Kräfte in Deutschland zu mobilisieren, um alle drohenden imperialistischen Kriege zu verhindern. Wir müssen konkrete Forderungen entwickeln und möglichst viele Menschen für deren Durchsetzung mobilisieren, die es den imperialistischen Kriegstreibern erschweren, einen imperialistischen Raubkrieg vom Zaun zu brechen. Wir müssen dabei allen Tendenzen entgegentreten, die einen konkret drohenden imperialistischen Krieg als unabwendbar hinstellen und damit zur Lähmung des Massenwiderstandes gegen die imperialistischen Kriegstreiber führen und müssen im Gegenteil unter den Massen der Bevölkerung die Überzeugung stärken, dass es möglich ist, einen konkreten imperialistischen Krieg zu verhindern bzw. zu beenden, wenn der Massenwiderstand stark genug ist.


Arbeit in der Armee:

Wenn es unsere Kräfte ermöglichen und eine entsprechende, kontinuierliche, gut geleitete und betreute Arbeit möglich ist, müssen wir in der imperialistischen Armee eine antimilitaristische Tätigkeit unter den SoldatInnen entfalten, die Interessen der SoldatInnen gegen die Unterdrückung durch die Offiziere verteidigen, die Idee verbreiten, im Fall des imperialistischen Krieges oder des Bürgerkrieges die Gewehre umzudrehen, gegen die Unterdrückung zu richten. Um diese zersetzende Tätigkeit in der imperialistischen Armee leisten zu können, müssen wir perspektivisch bemüht sein, Zellen in der Armee zu schaffen (wobei der Hauptschwerpunkt der Zellen - Schaffung weiter bei den industriellen Großbetrieben liegt).


Beurteilung des Kriegscharakters:

Wir beurteilen den Charakter eines Krieges nicht vom Standpunkt Deutschlands aus. Ob es sich um einen reaktionären oder revolutionären (sprich ungerechten oder gerechten) Krieg handelt, hängt nicht davon ab, wer der Angreifer ist und in wessen Land der Feind steht, sondern davon, welche Klasse den Krieg führt, welche Politik durch diesen Krieg fortgesetzt wird. Also ob er dem gesellschaftlichen Fortschritt dient oder nicht. Ist der Krieg ein reaktionärer, imperialistischer Krieg, d.h. ein Krieg, der von Mächten oder Machtgruppen der imperialistischen, gewalttätigen, raubsüchtigen, reaktionären Kapitalistenklasse geführt wird, so müssen wir alle Anstrengungen unternehmen, damit dieser reaktionäre Krieg mit dem revolutionärem Krieg beantwortet wird. Wir müssen dem imperialistischen Krieg die Propaganda, Vorbereitung und Verwirklichung revolutionärer Massenagitation zum Zwecke der Niederwerfung der Herrschaft der Ausbeuterklasse entgegensetzen.


Antiimperialistischer Kampf contra Vaterlandsverteidigung:

Wir kämpfen gegen die Idee der Vaterlandsverteidigung und lehnen sie als konterrevolutionär ab. Dies bedeutet aber nicht, dass wir in nichtimperialistischen Ländern, in denen ein Befreiungskampf gegen den Imperialismus geführt wird bzw. das vom Imperialismus überfallen wurden, diesen Befreiungskampf nicht voll unterstützen müssen. In diesen Ländern besteht unter bestimmten Bedingungen sogar die Notwendigkeit eines zeitweiligen Bündnisses mit der nationalen Ausbeuterklasse, wenn diese gegen den Imperialismus Krieg führt und die Kommunistinnen und Kommunisten nicht daran hindert, die Arbeiterinnen und Arbeiter und die bäuerliche Armut im Geiste des Kommunismus zu erziehen.

Allgemeine Aussagen zur Situation in Deutschland

Deutschland ist ein hochindustrialisiertes Land. Die Stärke des hiesigen Imperialismus ist so gewaltig, dass Deutschland eines der führenden imperial-istischen Mächte der Welt ist! Der Machteinfluss des deutschen Imperialismus reicht weit über die Grenzen der BRD hinaus. Gesichert wird diese Macht über andere Gebiete, Länder und Völker mit wirtschaftlichem Einfluss und entsprechendem Druck, zunehmend aber auch mit militärischer Präsenz, Aggressivität und kriegerischer Politik. Der deutsche Militarismus, die Waffe des deutschen Imperialismus, befindet sich in einer Offensive.

Der deutsche Imperialismus steht in Konkurrenz zu allen anderen Mächten, auch wenn er hie und da zeitweilige Bündnisse mit einzelnen eingeht (Beispiel EU). Es gibt sehr weitreichende Widersprüche zu den anderen imperialistischen Mächten. Hauptkonkurrent ist der US-Imperialismus. Um den US-Imperialismus zu schwächen bzw. im Konkurrenzkampf bestehen zu können, versucht der deutsche Imperialismus mit der EU, einen Gegenpol aufzubauen. Der deutsche Imperialismus nutzt alle Möglichkeiten, die Führung in der EU zu auszubauen. Des weiteren wurde die €uro-Einführung gerade auch vom deutschen Imperialismus vorangetrieben. Der €uro soll der Weltwährung US-Dollar den Rang ablaufen.

Der Imperialismus führt tendenziell zu ökonomischen Krisen; diese können vorübergehend z.B. durch eine Verschärfung der Ausbeutung gemildert werden. So ist es kein Wunder, dass die Angriffe des deutschen Imperialismus auf die Arbeiterklasse in Deutschland verschärft werden. Massenarbeitslosigkeit, Sozialabbau etc. sind an der Tagesordnung. Die Fäulnis des Kapitalismus tritt immer stinkender ans Tageslicht. Und dies in allen Lebensbereichen. Der Druck der Kapitalistenklasse auf uns, die Arbeiterklasse, wächst zunehmend. Demokrat-ische Rechte werden abgebaut oder umgangen. Unser Hauptfeind ist der deutsche Imperialismus!

Der Antikommunismus ist gerade in Deutschland weit verbreitet. Die Kapitalistenklasse befürchtete nach der Befreiung vom Faschismus durch die Rote Armee, dass die Bevölkerung mit den Kommunistinnen und Kommunisten Positives verbinden könnte. So kam es zu professionell geführten antikommun-istischen Kampagnen, zur Verfälschung der Geschichte usw. Nicht unwichtig sind auch die Erfahrungen in bzw. mit der DDR. Sie wurde von der dortigen revision-istischen Führung ebenso als sozialistisch bezeichnet wie von der Kapital-istenklasse des Westens. Und das, obwohl die DDR nie sozialistisch war. In der DDR herrschte nicht die Arbeiterklasse, sondern ein Ausbeuter-Regime, das den Übergang zum Kapitalismus vorbereitete, die positiven Elemente der ersten Jahre wurden zunehmend beseitigt. Die revisionistischen Kräfte wie z.B. auch die DKP haben mit ihrer Politik die antikommunistische Propaganda regelrecht beflügelt.

Die Arbeiterklasse in Deutschland wird unter anderem durch die mit Privilegien und Extraprofiten bestochene Arbeiteraristokratie gespalten. Auch z.B. die Gewerkschaftsführung ist längst vom Kapital gekauft. Dennoch kommt es immer wieder zu spontanen Kämpfen. Die marxistisch-leninistische Bewegung ist aber derzeit so schwach, dass sie der Bewegung oftmals hinterher hinkt, geschweige denn, dass sie wirklich in der Lage wäre, diese Kämpfe zu führen. Diesen Zustand zu verändern, ist unsere Aufgabe.
Allgemeine Aussagen zur Lage der marxistisch-leninistischen Bewegung in Deutschland

Nie in der Geschichte lag die marxistisch-leninistische Bewegung in Deutschland so am Boden wie aktuell. Aber mit der Gründung unserer Organisation sind wieder Kräfte aus der Bodenposition aufgestanden. Kräfte, die zusammen mit den fortschrittlichsten Kräften der Arbeiterklasse, die mit den marxistisch-leninistischen Kräften, in der Lage sein werden, die kommunistische Partei in Deutschland aufzubauen.

In Deutschland existieren eine Fülle an Parteien, Organisationen, Gruppen und Zirkeln, die sich selbst sozialistisch, kommunistisch bzw. marxistisch-leninistisch definieren. De facto sind es aber Organisationen des Revisionismus und Opportunismus. Der Revisionismus und Opportunismus ist weit verbreitet. Dies ist eine immense Gefahr für die kommunistische Bewegung. Neben den klassisch - revisionistischen Organisationen wie der DKP gibt es zahlreiche trotzkistische, maoistische und Organisationen sonstiger Spielarten. Des weiteren gibt es aber - im ganzen Land verstreut - einzelne Kräfte mit z.T. sehr progressiven Ansätzen. Es ist absolut erforderlich, sich entschieden von den revisionistischen Spielarten abzugrenzen. Es ist notwendig, die ehrlichen Kräfte herauszufiltern und mit ihnen gemeinsam am Aufbau der kommunistischen Partei in Deutschland zu arbeiten!


Ohne eine kommunistische Partei wird es keinen
Sozialismus in Deutschland geben, deshalb:


Nehmt Verbindung mit uns auf!

Stärkt und unterstützt die Organisation
Roter Oktober!

Vorwärts mit Roter Oktober!

Beschlossen auf der Gründungkonferenz im Dezember 2002 mit Änderungen der Delegiertenkonferenz im März 2003.


 

Statut

der Organisation

Roter Oktober

Die Bindung an die Organisation muss sich auf ein Statut stützen. Nur die Einhaltung des Statuts kann uns davor bewahren, dem Zirkeltum zu verfallen [vgl. Lenin Werke Bd. 7, Ein Schritt vorwärts, zwei Schritte zurück, S. 397]
„Das Statut ist der formelle Ausdruck der Organisiertheit [...].“ (ebenda, S. 368)
Das nun folgende Statut ist orientiert an dem Statut von der KPD/ML, in deren Tradition wir stehen. Es beinhaltet die Lehren der marxistisch-leninistischen Weltbewegung. Es berücksichtigt aber auch den Entwicklungsstand der Organisation Roter Oktober.
Wir werden nicht mit diesem Statut eine Partei vorspielen. Im Gegenteil. Wir sind noch keine Partei, sondern eine Keimform, die systematisch an der Gründung der kommunistischen Partei arbeitet.


Das Statut der Organisation Roter Oktober

Roter Oktober arbeitet am Aufbau der Partei der kommunistischen Partei in Deutschland als der bewusste und organisierte Vortrupp der Arbeiterklasse, als höchste Form ihrer Klassenorganisation.

Nur unter Führung einer starken kommunistischen Kampfpartei kann die Arbeiterklasse in der gewaltsamen Revolution den deutschen Imperialismus niederschlagen, um die Diktatur des Proletariats, den Sozialismus zu erkämpfen.
Deshalb bemüht sich Roter Oktober, die fortschrittlichsten Teile der Arbeiterklasse in Deutschland in seinen Reihen zu vereinen.

Roter Oktober kämpft für ein sozialistisches Deutschland. Der Sozialismus ist die Übergangsgesellschaft zum Kommunismus. Der Kommunismus ist eine Gesellschaft, in der alle Klassenunterschiede beseitigt sind, in der die Menschen ihre Angelegenheiten bewusst und selbständig regeln. Im Kommunismus wird die Notwendigkeit der Kommunistischen Partei entfallen. Der Sieg des Kommunismus in der ganzen Welt ist Ziel der Organisation Roter Oktober.

Roter Oktober steht und kämpft in einer Reihe mit den marxistisch-leninistischen Parteien, Organisationen und Kräften in der ganzen Welt und unterstützt den Kampf des internationalen Proletariats, sowie der durch den Imperialismus unterdrückten Völker.

Roter Oktober schafft eine einheitliche Kampforganisation. Die Stärke von Roter Oktober liegt in der Geschlossenheit ihrer Reihen, in der Einheit des Willens und Handelns. Bestimmend für den Aufbau der Partei sind die kommunistischen Prinzipien wie unter anderem straffester Zentralismus in der Tätigkeit von der Organisation, feste, bewusste innere Disziplin (welche aber die offene Diskussion, die freie Meinungsäußerung seitens aller Mitglieder in allen Fragen der Aufbauarbeit nicht ausschließt, sondern sie vielmehr voraussetzt), Unzulässigkeit von Fraktionen und Gruppierungen, Fernhalten opportunistischer Kräfte und deren Ausschluss aus der Organisation Roter Oktober, Entfaltung der inneren Demokratie, offener ideologischer Kampf, ehrliche und offene Kritik und Selbstkritik gegenüber Mängeln und Fehlern und die systematische Kontrolle der Durchführung von Beschlüssen.

Roter Oktober arbeitet an der Entfaltung der Selbständigkeit aller Mitglieder. Dies bedeutet auch, dass Roter Oktober keine blinden Befehlsempfänger braucht, sondern bewusste Genossinnen und Genossen, die die Politik der Organisation aktiv mitgestalten, die die wichtigsten Fragen des Klassenkampfs, des Parteiaufbaus, selbständig durchdenken und selbständig handeln. Die ganze Arbeit muss so organisiert und durchführt werden, dass die Mitglieder immer besser hierzu befähigt werden.

Mit der Eingliederung des einzelnen Mitglieds in das Kollektiv soll es nicht etwa seine Individualität aufgeben, vielmehr sollen seine positiven individuellen Eigenschaften, Fähigkeiten und Neigungen gefördert und entwickelt werden.

Bei Roter Oktober gilt auf allen Ebenen das Prinzip, dass das Kollektiv dem einzelnen Mitglied solidarisch zur Seite steht, dass das einzelne Mitglied wichtige Fragen der Arbeit nicht ohne das Kollektiv entscheidet. Fehler und Mängel von einzelnen Genossinnen und Genossen, von Gremien der Organisation (unabhängig um welche es sich handelt) werden solidarisch, aber offen und ohne Schönfärberei kritisiert mit dem Ziel, die Arbeit zu verbessern.

Roter Oktober will auch bezüglich seiner sozialen Zusammensetzung zur Partei der Arbeiterklasse heranwachsen. Dazu wendet sich Roter Oktober perspektivisch besonders an die unteren, am meisten ausgebeuteten und unterdrückten Schichten der Arbeiterklasse. Vorrangiges Ziel in der derzeitigen Entwicklungsstufe ist die Organisierung der fortschrittlichsten Kräfte der Arbeiterklasse!

Die Organisation Roter Oktober hat das Ziel, dass alle Mitglieder am Klassenkampf teilnehmen; für die Verwirklichung der Beschlüsse kämpfen, bereit sind, für die Arbeiterklasse und die Keimform Opfer zu bringen; sich nach und nach die Fähigkeiten aneignen, den Marxismus-Leninismus zur Lösung der aktuellen Probleme des Klassenkampfes und der Aufbauarbeit anzuwenden, um der Klasse den revolutionären Ausweg zu zeigen, den Kampf für den Sozialismus.
Richtschnur unserer Organisation ist der Marxismus-Leninismus, die wissenschaftliche Theorie von Marx, Engels, Lenin und Stalin!

I. Mitgliedschaft:

Mitglied der Organisation Roter Oktober kann sein, wer die Gründungserklärung und das Statut von Roter Oktober anerkennt, in einer Zelle bzw. Stützpunkt arbeitet und regelmäßig die festgelegten Beiträge bezahlt.

1. Das Mitglied ist verpflichtet:

a. ständig sein politisches Wissen durch das Studium des Marxismus- Leninismus in enger Verbindung mit der revolutionären Praxis zu erweitern, sich mit den Beschlüssen der Organisation vertraut zu machen und die Schriften von Roter Oktober regelmäßig zu studieren;
b. aktiv am Leben von Roter Oktober teilzunehmen, regelmäßig die Zellen- bzw. Stützpunktsitzungen zu besuchen, die Politik von der Organisation Roter Oktober in der Praxis durchzuführen, sowie ständig die Arbeit von Roter Oktober zu verbessern;
c. regelmäßig den festgelegten Beitrag zu bezahlen;
d. die Disziplin strengstens einzuhalten;
e. entsprechend der Möglichkeiten, mit den parteilosen Massen eine enge Verbindung zu schaffen, sie von der Richtigkeit der Politik von der Organisation Roter Oktober zu überzeugen; stets auf die Meinung der Massen zu achten und von ihnen zu lernen. Seine Arbeit in den Massenorganisationen, sowie in geeigneten Institutionen entsprechend der Möglichkeiten, des Entwicklungsgrads, der Stärke und den Beschlüssen von der Organisation Roter Oktober, im Interesse der Werktätigen durchzuführen;
f. der kommunistischen Weltanschauung entsprechend zu leben und zu arbeiten, seine persönlichen Interessen denen der Organisation unterzuordnen, wirkungsvolle Solidarität mit in Not geratenen und durch den Klassenfeind verfolgten Genossinnen und Genossen zu üben und auch zu Opfern für die Organisation und die Interessen der Arbeiterklasse bereit zu sein;
g. aufrichtig und ehrlich gegenüber der Organisation zu sein. Kritik und Selbstkritik zu üben, die Mängel in der Arbeit aufzudecken und sich für ihre Beseitigung einzusetzen; gegen Selbstzufriedenheit, Schönfärberei und gegen Unterdrückung der Kritik zu kämpfen;
h. wachsam gegen alle Tendenzen von Revisionismus und Opportunismus zu sein, gegen diese anzukämpfen;
i. Wachsamkeit gegenüber der Tätigkeit des Feindes zu üben, mutig den Verfolgungen des Klassenfeindes entgegenzutreten, offensiv, den eigenen Möglichkeiten entsprechend, die Politik von Roter Oktober zu vertreten, keinerlei Aussage über Organisation, Tätigkeit und Mitgliedschaft gegenüber der Polizei, den Gerichten und sonstigen Institutionen des Klassenfeindes zu machen; Verrat ist ein Verbrechen an Roter Oktober, an der Arbeiterklasse und unvereinbar mit der Zugehörigkeit zur Organisation Roter Oktober.

2. Das Mitglied hat das Recht:

a. an der Erörterung aller Fragen der Politik der Organisation teilzunehmen, seine Vorschläge zu unterbreiten, seine Meinung frei zu äußern;
b. den internen Abdruck (in der nächsten regulären internen Ausgabe) schriftlicher Stellungnahmen zu Problemen des Klassenkampfes, des Parteiaufbaus zu verlangen;
c. in den Organen Kritik an der Tätigkeit der Mitglieder und Funktionäre von Roter Oktober, unabhängig von ihrer Stellung, zu üben;
d. [nur Vollmitglieder haben] das aktive und passive Wahlrecht bei Konferenzen, sowie bei der Wahlen von Leitungen auszuüben;
e. persönlich anwesend zu sein, wenn in seiner Organisation zu seinem Verhalten und seiner Tätigkeit Stellung genommen wird oder Beschlüsse gefasst werden;
f. sich mit jeder Frage an das Sekretariat zu wenden.


3. Die Aufnahme in die Organisation Roter Oktober:

Die Aufnahme in die Organisation Roter Oktober erfolgt grundsätzlich individuell. Mitglied bei Roter Oktober kann unabhängig von seiner Nationalität werden, wer das 16. Lebensjahr vollendet hat und in Deutschland lebt.

Wer Mitglied werden will, stellt in der für ihn zuständigen Zelle einen Aufnahmeantrag. Die Zelle beschließt die Aufnahme mit einer Mehrheit von 2/3 aller ihrer Vollmitglieder. Dort wo keine Zelle besteht, wird die Aufnahme an das Sekretariat gerichtet, welches entweder den Antrag selbst prüft, oder die Überprüfung an Vollmitglieder delegiert.

Der Aufnahme in die Organisation Roter Oktober als Vollmitglied geht grundsätzlich eine Kandidatenzeit von einem Jahr voraus. In Ausnahmefällen kann die Kandidatenzeit bis zu 3 Monate verkürzt oder bis zu 2 Jahre verlängert werden. Über die Aufnahme des Kandidaten als Vollmitglied entscheiden die Vollmitglieder der entsprechenden Zelle mit 2/3-Mehrheit. Die Aufnahme muss dem Sekretariat mitgeteilt werden. Wo es keine Zelle gibt, entscheidet über die Aufnahme als Vollmitglied das Sekretariat.

Das Sekretariat kann die Aufnahme als Kandidat bzw. die Entscheidung über Vollmitgliedschaft bestätigen oder korrigieren. Das Sekretariat hat das Recht, auch Aufnahmestopps zu beschließen, um den qualitativen Aufbau der Organisation zu gewährleisten.
Ein ehemaliges Mitglied einer anderen Partei, Organisation oder Gruppe mit kommunistischem Anspruch wird entsprechend den geltenden Aufnahmebe-dingungen in die Partei aufgenommen. Ein solcher Antrag muss vor der Aufnahme als Kandidat vom Sekretariat beraten und befürwortet werden.
Die Kandidatenzeit stellt eine Bewährungszeit dar. Sie dient dazu, dass die Kandidatin bzw. der Kandidat und die Organisation Roter Oktober sich (gegenseitig) besser kennenlernen, bevor die Entscheidung über die Vollmitglied-schaft getroffen wird. Besonderes Augenmerk liegt auf der praktischen Parteiarbeit der Kandidatin, des Kandidaten. Sie bzw. er hat das Recht, dass die Zelle bzw. der Stützpunkt sie bzw. ihn in besonderer Weise fördert und unterstützt.

Die Kandidatinnen und Kandidaten haben während dieser Zeit alle Rechte und Pflichten eines Vollmitglieds außer dem Recht zu wählen und gewählt zu werden, sowie abzustimmen. Kandidatinnen und Kandidaten können in Ausnahmefällen jedoch innerhalb der Zelle bzw. des Stützpunktes Funktionen übernehmen, wenn deren Vollmitglieder dies im Einklang mit dem Sekretariat bestimmen.

4. Erziehung, Strafen, Ausschluss:

Die Mitgliedschaft endet:
a. durch Austritt
b. durch Ausschluss

Wer gegen die Einheit und Grundsätze von Roter Oktober verstößt, ihre Beschlüsse nicht erfüllt, die innere Demokratie nicht achtet, seine Mitgliedschaft und die ihm übertragenen Funktionen missbraucht, dessen Grundhaltung dem Ansehen der Organisation schadet, wer sich im persönlich Leben schwerwiegend oder wiederholt nicht wie eine Kommunistin bzw. ein Kommunist verhält [kurz: wer die Pflichten bzw. Bedingungen als Mitglied nicht erfüllt], der ist von der Grundorganisation oder dem Sekretariat zur Verantwortung zu ziehen.

Es können - je nach Vergehen - Strafen beschlossen werden, die von der Verwarnung, der Rüge, der strengen Rüge, der Zurückversetzung in den Kandidatenstand bis zum Ausschluss aus der Organisation Roter Oktober reichen. Mit der Rüge und der strengen Rüge kann eine Enthebung aus Funktionen oder ein zeitweiliges Leitungsverbot verbunden sein. Strafen sind ein notwendiges Mittel der Erziehung.

Der Ausschluss erfolgt:
a. bei Mitgliedern, die die Bedingungen der Mitgliedschaft nicht mehr erfüllen;
b. bei FraktionistInnen und KarrieristInnen;
c. bei Mitgliedern, deren Grundhaltung mit den Zielen von der Organisation Roter Oktober unvereinbar ist;
d. bei Mitgliedern, die gegenüber der Reaktion und des Kapitals in einer Weise zurückgewichen sind, dass Roter Oktober dadurch schwer Schaden entstanden ist.
Der Ausschluss ist ein wichtiges Mittel der Säuberung innerhalb der Organisation. Die Reinigung von opportunistischen, revisionistischen oder sonstigen Roter Oktober - feindlichen Kräften ist nötig, um dem Anspruch der Organisation gerecht zu werden, um einheitlich kämpfen und um siegreich führen zu können. Der Ausschluss aus Roter Oktober ist die höchste Strafe. Bei der Entscheidung über den Ausschluss ist eine große Vorsicht zu üben und eine sorgfältige Prüfung der gegen das Mitglied erhobenen Beschuldigungen zu gewährleisten.

Der Ausschluss aus der Organisation und die Erteilung einer anderen Strafe werden in der Grundeinheit des Mitglieds beraten und mit 2/3-Mehrheit der Vollmitglieder entschieden. Ist ein Ausschlussantrag gescheitert, so kann der oder die Antragssteller/in ein Verfahren einleiten. Dazu hat sich das entsprechende Mitglied an das Sekretariat wenden. Das Sekretariat muss darüber spätestens nach 4 Monaten entschieden haben.

Das Sekretariat hat aber auch so das Recht, den Ausschluss aus der Organisation Roter Oktober zu beschließen oder eine andere Parteistrafe zu verhängen. Davon ist die Grundorganisation mit Begründung in Kenntnis zu setzten.

Das Mitglied, gegen das ein Verfahren durchgeführt wird, muss ordnungsgemäß eingeladen werden. Das betreffende Mitglied hat das Recht, zu den Beschuldigungen Stellung zu nehmen. Der Ausschluss ist dem Betreffenden unter Angabe der Gründe mitzuteilen.

Gegen die Strafen einschließlich Ausschlüsse ist der Einspruch bei der Delegiertenkonferenz möglich. Die Delegiertenkonferenz berät und entscheidet über den Einspruch.

Ein früher ausgeschlossenes Mitglied kann, wenn es durch sein Verhalten gezeigt hat, dass es die Bedingungen der Mitgliedschaft wieder erfüllt, wieder aufgenommen werden. Die Neuaufnahme erfolgt durch Beschluss des Sekretariats.

Kommt das Organ, das ein Mitglied ausgeschlossen hat, später zu der Auffassung, dass der Ausschluss zu Unrecht erfolgte, so kann und muss es nach Absprache mit dem Sekretariat das betroffene Mitglied wieder in die vollen Rechte eines Mitglieds einsetzten. Ansonsten wird die Wiedereinsetzung zu Unrecht Ausgeschlossener in die vollen Rechte von Mitgliedern von dem Sekretariat behandelt und entschieden.

II. Der Aufbau und die innere Demokratie

Der Aufbau der Organisation Roter Oktober beruht auf dem Prinzip des demokratischen Zentralismus. Das heißt:

a. dass alle Organe demokratisch von unten nach oben gewählt werden;
b. dass die gewählten Organe vor den Organen, durch die sie gewählt wurden, regelmäßig Rechenschaft ablegen müssen;
c. dass alle Beschlüsse der höheren Organe für jedes untere Organ verbindlich sind und strenge, einheitliche Disziplin zu üben ist;
d. dass sich in jedem Organ die Minderheit der Mehrheit unterordnet;
e. dass Beschlüsse zur grundlegenden Linienänderung der Bestätigung durch eine Delegiertenkonferenz bedürfen.

Die innere Demokratie verbürgt jedem Mitglied das Recht, in den Organen zu allen Fragen der Politik von Roter Oktober Stellung zu nehmen.

Jedes Organ und ihre Leitung ist verpflichtet, Kritik und Selbstkritik zu entfalten, weil sie die gesunde Entwicklung und Festigung der Organisation sichern und untrennbare Bestandteile der inneren Demokratie sind.

Jedes Organ und jedes Mitglied schützt die innere Demokratie gegen feindliche Kräfte und tritt für die Einheit von Roter Oktober auf der Grundlage des Marxismus-Leninismus, der Interessen der Arbeiterklasse ein. Mit Mehrheit gefasste Beschlüsse sind von allen Mitgliedern durchzuführen.

Bei Wahlen hat jedes Mitglied des betreffenden Organs das Recht, Einwände gegen die aufgestellten Kandidaten zu erheben und neue Vorschläge zu machen. Über jede/n vorgeschlagene/n Kandidatin/en wird einzeln beraten und geheim abgestimmt, Kandidaturen von Listen sind also unzulässig.

Unter illegalen Bedingungen kann die Anwendung des Prinzips des demokratischen Zentralismus hinsichtlich der Wählbarkeit der leitenden Organe und der Berichterstattung der höheren Organe vor den unteren nicht immer vollständig gewährleistet werden.

Fraktionstätigkeit ist innerhalb der Organisation nicht zulässig, da sie die Einheit von Roter Oktober untergräbt und da sie letztlich immer zu dem Versuch eines Teils von der Organisation führt, der gesamten Organisation mit undemokratischen Mitteln, mit Tricks und Manipulationen statt mit Argumenten ihren Willen aufzuzwingen.

Jede Gruppierung innerhalb der Organisation, die die Durchführung von Beschlüssen behindert oder deren Ziel auf die Behinderung der Durchführung von Beschlüssen gerichtet ist, stellt eine Fraktion dar. Jeder Versuch, außerhalb der Organe Teile der Organisation zusammenzuschließen, um die Beschlussfassung von Roter Oktober in gezielter Weise organisatorisch zu beeinflussen, ist fraktionistische Tätigkeit. Fraktionstätigkeit liegt insbesondere vor, wenn außerhalb der Organe organisatorische Absprachen zwecks eines gezielten gemeinsamen Vorgehens in der innerorganisatorischen Auseinandersetzung oder zur Beeinflussung innerer Wahlen und Abstimmungen getroffen werden. Jeder Versuch und jeder Verdacht der Fraktionsbildung ist sofort dem Sekretariat zu melden.

Die kritische Erörterung von Problemen der Arbeit zwischen Mitgliedern auch außerhalb der Delegiertenkonferenz hat nichts mit Fraktionstätigkeit zu tun, sondern ist normale Ausübung innerer Demokratie. Kommt es außerhalb der Organe der Organisation Roter Oktober und der von den Organen eingerichteten Arbeitskreise zu häufigeren Treffen von Mitgliedern, die sich kritisch mit der Politik und dem Handeln der Organisation befassen, so ist dies ebenfalls zulässig, wenn das Sekretariat davon unterrichtet wird, wenn die Durchführung der Beschlüsse nicht behindert wird und wenn keine organisatorischen Absprachen bezüglich des Vorgehens in der inneren Auseinandersetzung getroffen werden.

III. Die Organe von Roter Oktober

Organe sind die Grundeinheiten (Zellen und Stützpunkte), die Mitglieder-konferenzen, sowie das Sekretariat.


1. Die Grundeinheit

Die Grundlage von Roter Oktober bilden seine Grundorganisationen, die Zellen und Stützpunkte. Roter Oktober ist nach dem Betriebs- und Gebietsprinzip aufgebaut, wobei die Gründung von Betriebszellen und Betriebsstützpunkten Vorrang hat.

Nicht weniger als drei Vollmitglieder und höchstens sieben zuzüglich der Kandidatinnen und Kandidaten bilden mit Bestätigung des Sekretariats eine Zelle. In Ausnahmefällen können, mit Bestätigung des Sekretariats, Grundeinheiten gebildet werden, in denen mehr als sieben Vollmitglieder organisiert sind. Sind in einem Betrieb bzw. an einem Ort weniger als drei Vollmitglieder, so bilden die Vollmitglieder und Kandidatinnen und Kandidaten mit Bestätigung des Sekretariats einen Stützpunkt.

Zellen und Stützpunkte, wählen ihre Leiterin oder ihren Leiter und bei Bedarf eine Stellvertreterin oder einen Stellvertreter in der Regel einmal im Jahr. Das gilt auch für alle anderen Funktionen innerhalb der Grundeinheit, wie z.B. die der Kassiererin bzw. des Kassierers.

Die Grundorganisation verbindet die Arbeiterinnen und Arbeiter mit der Organisation Roter Oktober. Deshalb gehört zu den Aufgaben der Grundorganisation:

a. Die Grundorganisation trifft sich regelmäßig zur systematischen Organisation ihrer Arbeit, zum Austausch, zur Diskussion und Schulung.
b. Die Grundorganisation arbeitet an der Erziehung ihrer Mitglieder zum Kampf gegen den Klassenfeind und seine Instrumente, gegen Revisionismus und Opportunismus.
c. Die Grundorganisation organisiert die Teilnahme ihrer Mitglieder an den Kämpfen der Arbeiterklasse in ihrem Bereich. Sie ist bestrebt, die Arbeiterklasse auf der Grundlage ihrer eigenen Interessen zum Kampf gegen die Kapitalistenklasse zu mobilisieren und diesen Kampf mit den grundlegenden Interessen der Arbeiterklasse zu verbinden, den Sturz der kapitalistischen Ausbeuterordnung. Sie ist bestrebt, vor allem aus dem Kampf der Arbeiterklasse für ihre Interessen heraus neue Mitglieder, Sympathisantinnen und Sympathisanten für Roter Oktober zu gewinnen, wobei sie die Priorität in die Organisierung der fortschrittlichsten Kräfte der Arbeiterklasse setzt. Die Grundeinheit unterstützt ihre Mitglieder nach ihren Möglichkeiten, die Auffassung von Roter Oktober tagtäglich - insbesondere in ihrem eigenen Umfeld - zu vertreten und zu verbreiten.
d. Die Grundeinheit macht ihre Mitglieder mit den grundlegenden Beschlüssen und der grundlegenden Linie von Roter Oktober vertraut. Sie organisiert eine lebendige Diskussion über die wichtigsten Fragen des Klassenkampfes und der Aufbauarbeit. Sie ist bemüht, die Mitglieder in die Lage zu versetzen, den Marxismus-Leninismus selbständig zur Lösung praktischer Fragen anzuwenden. Sie arbeitet daran, dass sich die einzelnen Mitglieder für die ganze Organisation, für die Entwicklung ihrer Linie und Politik, verantwortlich fühlen. Sie unterstützt nach ihren Kräften die Arbeit an übergeordneten und zentralen Aufgaben von Roter Oktober, insbesondere die Arbeit an der zentralen Zeitung Roter Oktober. Sie führt die Aufgaben, Beschlüsse und Losungen von Roter Oktober (fristgerecht) durch.
e. Die Grundeinheit hilft ihren Mitgliedern, sich auch im persönlichen Leben als Kommunistinnen bzw. Kommunisten zu verhalten und schwerwiegende persönliche Probleme zu lösen (so die Kräfte letzteres ermöglichen). Sie organisiert wirkungsvolle Solidarität mit in Not geratenen und durch den Klassenfeind verfolgten Genossinnen und Genossen.
f. Die Grundorganisation trifft die geeigneten Maßnahmen zum Schutz der Organisation Roter Oktober und der organisatorischen Verbindungen von Roter Oktober gegen Angriffe der Reaktion und des Kapitals.

2. Die Delegiertenkonferenz

Das höchste Organ von Roter Oktober ist die Delegiertenkonferenz. Sie wird mindestens einmal im Jahr einberufen. Jedes Mitglied hat das Recht, in einer schriftlichen internen Erklärung mit Begründung die vorzeitige Einberufung der Delegiertenkonferenz zu verlangen. Wird der Antrag von 1/3 der Vollmitglieder unterstützt, so muss das Sekretariat eine Delegiertenkonferenz einberufen. Aber das Sekretariat kann auch von selbst eine Delegiertenkonferenz einfordern. Für einen entsprechenden Antrag bedarf es einer einfachen Mehrheit im Sekretariat.

Zur Delegiertenkonferenz werden alle Mitglieder von Roter Oktober geladen, sofern dies nicht von der letzten Delegiertenkonferenz anders beschlossen wurde. Nur Vollmitglieder haben aber das aktive und passive Wahlrecht.

Die Delegiertenkonferenz nimmt den Rechenschaftsbericht des Sekretariats entgegen und fasst darüber Beschluss. Die Mitglieder von Roter Oktober bzw. Delegierten (sofern die Mitglieder eine Delegiertenkonferenz beschlossen haben) legen selbst Rechenschaft über die Kontrolle des Sekretariats ab. Die Konferenz kann das Statut von Roter Oktober erweitern bzw. ändern. Die Delegiertenkonferenz legt die grundlegende ideologische, politische wie organisatorische Linie und Ausrichtung der Organisation fest. Sie legt die Zahl der Mitglieder des Sekretariats fest und wählt es. Die Konferenz kann auch eine Kontrollkommission wählen, wenn sie der Auffassung ist, dass die Entwicklung und Größe von Roter Oktober dies notwendig macht bzw. verlangt.

Gewählt sind die Bewerberinnen und Bewerber mit den meisten Stimmen. Wer dem Sekretariat angehört, kann nicht der Kontrollkommission angehören (wenn eine solche gewählt wird).


3. Das Sekretariat

In der Zeit zwischen den Delegiertenkonferenzen ist das Sekretariat das höchste Organ von Roter Oktober und leitet deren gesamte Tätigkeit. Das Sekretariat hat so unter anderem die Aufgabe:

a. die Einheit von Roter Oktober zu gewährleisten;
b. einen harten Kampf gegen Abweichungen zu führen;
c. die Beschlüsse des Konferenz umzusetzen;
d. selbst Beschlüsse zu fassen, um die Anleitung von Roter Oktober zu garantieren;
e. die unteren Ebenen anzuleiten und zu betreuen (bzw. die Aufgabe der Betreuung an Instrukteure zu delegieren);
f. die Neugründung von Zellen zu organisieren;
g. Abteilungen oder Arbeitskreise zu schaffen oder abzuschaffen;
h. den Einfluss von Roter Oktober zu erweitern;
i. die Kräfte, Kader und Mittel von Roter Oktober zu verwalten und entsprechend zu verteilen;
j. Kämpfe und Aktionen zu leiten bzw. zu organisieren, welche für Roter Oktober von zentraler Bedeutung sind;
k. zentrale marxistisch-leninistische Schulungen zu organisieren und zu leiten;
l. den Kontakt zu kommunistischen Organisationen im In- und Ausland und anderen demokratischen Organisation zu fördern bzw. neue Kontakte zu knüpfen;
m. regelmäßig Rechenschaft abzulegen;
n. das Zentralorgan sowie sonstige theoretische und zentrale Schriften herauszugeben;
o. Delegiertenkonferenzen einzuberufen.

Das Sekretariat führt mindestens dreimal im Jahr Plenartagungen durch. Eine Plenartagung muss stattfinden, wenn 1/3 der Mitglieder des Sekretariats es verlangen.

Scheidet ein Sekretariatsmitglied aus, so wird es durch die oder den Kandidatin/en ersetzt, welches die meisten Stimmen auf der Delegiertenkonferenz bekam. Wurden keine Kandidatinnen oder Kandidaten gewählt bzw. kann die auf der Konferenz festgelegte Größe des Sekretariats nicht mehr erreicht werden, so wird eine Konferenz einberufen, welche die Wahl für die fehlenden Sekretariats-Mitglieder vorsieht.

Das Sekretariat ist berechtigt, bei besonderen Umständen zu seiner Ergänzung und Erweiterung neue Kandidatinnen und Kandidaten zu bestimmen. Diese Kandidatinnen und Kandidaten dürfen jedoch nicht zu Mitgliedern des Sekretariats werden. Sie haben also eine Beratungsfunktion und kein Wahlrecht. Diese Beratungsfunktion begrenzt sich zudem auf den vom Sekretariat zuvor eingegrenzten Bereich.

Das Sekretariat hat die Pflicht:
a. sich an die Beschlüsse der Konferenzen zu halten;
b. die Mitglieder auch zwischen den Konferenzen regelmäßig über seine Politik in grundlegenden Fragen zu informieren;
c. die Meinung der Mitglieder einzuholen und sich ernsthaft damit auseinander zu setzen;
d. Kritiken von Mitgliedern von Roter Oktober, die seine Tätigkeit betreffen, in geeigneter Form zu beantworten;
e. Kritiken und Diskussionsbeiträge intern zu veröffentlichen.
Das Sekretariat kann Funktionen innerhalb des Sekretariats jederzeit schaffen bzw. beseitigen. Dazu bedarf es einer 2/3-Mehrheit. Jedes Mitglied des Sekretariats kann jederzeit diesbezügliche Vorschläge machen und darf dafür nicht gemaßregelt werden.

4. Die Zeitungsredaktion

Das Sekretariat bestimmt, welche Sekretariatsmitglieder der Redaktion angehören sollen. Es müssen aber mindestens zwei Personen sein. Diese stellen den Redaktionskern da. Das Sekretariat bestimmt weitere Kräfte der Organisation, die der Redaktion angehören sollen.

Die Redaktion arbeitet auf der Grundlage der Beschlüsse des Sekretariats. Setzt also auch die politische Linie um. Die Inhalte der Zeitung werden von der Redaktion beraten, diskutiert und wo nötig überarbeitet bzw. korrigiert. Welcher Artikel erscheinen soll oder nicht, entscheidet die Redeaktion.


5. Die Kontrollorgane

Das geltende Statut sieht keine Kontrollorgane vor, da die Größe von Roter Oktober dies derzeit nicht erfordert. Kontrollorgane können auf Mitglieder-konferenzen geschaffen werden. Ist dies der Fall, so sind auch im Staut entsprechende Regelungen zu manifestieren.

Wenn es aber auch keine Kontrollorgane gibt, so bedeutet dies keineswegs, dass es keine Kontrolle innerhalb der Organisation gibt. Jedes Mitglied ist verpflichtet, Kontrolle auszuüben und jede Tendenz einer Linienabweichung mit den dafür vorgesehenen Mitteln zu bekämpfen. Es kann sich diesbezüglich jederzeit an das Sekretariat wenden. Es kann jederzeit eine Delegiertenkonferenz beantragen, um den Kurs zu korrigieren oder z.B. die Leitung neu zu wählen. Jedes Mitglied hat so die Aufgabe:

a. zu kontrollieren, dass die Beschlüsse der Delegiertenkonferenzen vom Sekretariat durchgeführt und umgesetzt werden, dass die gesamte Roter Oktober  Organisation auf der Grundlage des Statuts, sowie der Beschlüsse der Delegiertenkonferenz arbeitet;
b. die Aufmerksamkeit und Standfestigkeit von Roter Oktober gegen Angriffe seitens der Reaktion bzw. des Kapitals zu fördern;
c. den Leitungsorganen und Grundeinheiten Maßnahmen gegen Abweichungen von der marxistisch-leninistischen Linie und Statut vorzuschlagen;
d. für die Erziehung zur revolutionären Wachsamkeit gegen jede fraktionelle Tätigkeit zu kämpfen;
e. gegen alle Tendenzen des Bürokratismus und Liberalismus innerhalb von Roter Oktober anzukämpfen;
f. die kommunistischen Beziehung zwischen den Mitglieder von Roter Oktober und die Entfaltung ihrer Selbständigkeit innerhalb und außerhalb von Roter Oktober zu fördern;
g. sich dafür einzusetzen, dass die Roter Oktober ein Instrument der Arbeiterklasse bleibt;
h. die Aufmerksamkeit auf die Gefahr zu fördern, sich von der Arbeiterklasse und ihren Interessen zu lösen;
i. gegen Tendenzen anzukämpfen, vom Marxismus-Leninismus prinzipiell abzuweichen;
j. Rechenschaft über die eigene Tätigkeit abzugeben;

Zur Erfüllung dieser Aufgaben werden alle Kritiken, die an das Sekretariat gerichtet werden intern verbreitet.


IV. Name und Logo

Der Name der Organisation lautet „Roter Oktober“. Die Abkürzung ist „RO“. Der Spartkusstern, Hammer, Sichel und Gewehr bilden das Logo der Organisation.


V. Die finanziellen Mittel

Mitgliedsbeiträge, Sonderbeiträge, Erträge aus dem Verkauf von Publikationen etc. und Spenden bilden die finanziellen Mittel der Organisation. Die monatlichen Mitgliedsbeiträge werden entsprechend den Beschlüssen der Delegiertenkonferenz festgelegt.
Im Umgang mit finanziellen Mitteln von Roter Oktober ist äußerste Genauigkeit geboten. Gegen Tendenzen der Verschwendung ist vorzugehen.


VI. Kader/ Funktionäre
Kader und Funktionsträgerinnen bzw. -träger von Roter Oktober genießen keinerlei Sonderrechte. Sie dürfen als Gehalt höchstens einen durchschnittlichen Facharbeiterlohn erhalten (eigene Einnahmen werden abgerechnet). Wird hiergegen verstoßen, so sind die Verantwortlichen durch ein Verfahren zur Rechenschaft zu ziehen.

Beschlossen auf der Gründungkonferenz im Dezember 2002 mit Änderungen der Delegiertenkonferenz im März 2003 un der Delegiertenkonferenz im Februar 2004

 

 

 

Gründungs- erklärung und Statut

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