Neues Postfach + Neue Kontoverbindung: 20. September 2008 - Heraus zur
Demonstration 12 Uhr Berlin-Brandenburger Tor Hinein in den
Im Imperialismus
hat der Frieden keine Chance! Die Friedensbewegung verbreitet Illusionen über die Rolle
der Großmacht Deutschland! Die Partei Die Linke versucht mit ähnlichen
Argumenten in der Friedensbewegung zu fischen. Auch Die Linke verharmlost die Rolle des deutschen Imperialismus
in Afghanistan. Wie Liebknecht richtig sagte: Der Hauptfeind steht im
eigenen Land. Das ist der deutsche Imperialismus, die deutsche Kriegsmaschinerie,
die deutsche Geheimdiplomatie. Es reicht nicht „Truppen raus aus Afghanistan“
zu rufen! ------------------------------------------------------------------------------------------------------------ Zurück zum 1. Mai: Abschaffung der Lohnarbeit Wir versammeln uns heute hier zum 1. Mai 2008 und wollen mit diesem Artikel die inhaltlichen Ursprünge dieses Tages in Erinnerung rufen. Der 1. Mai als exemplarischer Kampftag der Arbeiterklasse ist schon lange aus den Köpfen vieler Organisatoren der verschiedenen 1. Mai - „Feierlichkeiten“ geraten. Die DGB-Gewerkschaften und die Organisationen, die ähnliche Zwecke verfolgen (bis weit hinein ins selbsternannte revolutionäre Spektrum) sind schon lange an dem Punkt angekommen, „ihren Anteil“ an dem Kuchen Reichtum zu fordern. Forderten sie früher noch die Veränderung der Art der Ausbeutung, sind sie heute an dem Punkt angekommen, die Fortführung der Ausbeutung durch Lohnarbeit erstreiten zu wollen. Sie wollen dem Kapital dessen Interessen an unserer vollständigen Ausbeutung (z.B. im Sinne der Vollbeschäftigung für alle) näher bringen. Fernab sind sie damit von der möglichen Zielsetzung, den Reichtum denjenigen zukommen zu lassen, die ihn auch erwirtschaften. Darum geht es ihnen nicht. Sie wollen mehr Lohn für die, die allen Reichtum dieser Gesellschaft erwirtschaften und das halten sie dann auch noch für gerecht. Mit der Forderung nach gleicher und gerechter (Lohn-)Arbeit unterstellen sie fälschlicherweise, dass die Lohnarbeit selbst nicht eine bittere Notwendigkeit dieser Gesellschaftsordnung ist, sondern dass sie gar für sie positive Werte wie den bürgerlichen Gleichheit und Gerechtigkeit entsprechen können, wenn nur ihre Umsetzung in einer bestimmten Art – nämlich gleich und gerecht erfolgt. Was hat es mit der Forderung nach gleichem oder gerechtem, aber vor allem Entlohnung auf sich? Was soll das sein, ein gleicher Lohn? Es geht diesen Lohnarbeitsvertretern sicherlich nicht darum, für eine 20 Stunden-Woche den gleichen Lohn zu erwirken wie für eine 40 Stunden-Woche. Nein, es geht darum, für wohl gleichzeitige Arbeiten unterschiedlicher Art den gleichen Lohn zu bekommen. Dass hierbei schon eine große Tüte Ungleichheit eingepackt wurde, ist augenscheinlich, denn ein Familienvater/-mutter hat dann mit „gleichem“ Lohn ungleich mehr Personen zu versorgen...Oder dass ein noch relativ unverbrauchter junger Arbeiter schneller arbeiten kann, als ein alter...und daher mehr verdienen sollte? Hierüber schweigen die Vertreter der Gleichheit. Offensichtlich ist und bleibt, dass auf der Grundlage des Lohnsystems (und nur hierüber reden wir) die Produktionskosten für Arbeitskräfte (also uns Lohnabhängigen) verschiedener Qualität unterschiedlich sind. Die Gleichheit der Löhne zu fordern, müsste demnach die Frage klären, was überhaupt vergleichbar ist und das setzt wiederum voraus, die Wertigkeit der Arbeitskraft als Maßstab der Gewährleistung des Überlebens zu akzeptieren und damit die Kritik am politökonomischen System Kapitalismus über Bord zu werfen. „Der Ruf nach Gleichheit der Löhne beruht daher auf einem Irrtum, er ist ein unerfüllbarer törichter Wunsch. Er ist die Frucht jenes falschen und platten Radikalismus, der die Voraussetzungen annimmt, die Schlussfolgerungen aber umgehen möchte. Auf Basis des Lohnsystems wird der Wert der Arbeitskraft in derselben Weise festgesetzt wie der jeder andern Ware“ (Karl Marx, Lohn, Preis und Profit, AW in 6 Bänden, Band III, S. 103) Mit der Forderung nach Gerechtigkeit bei der Entlohnung ist es noch arger. Was für ein Recht gibt sich denn das Lohnsystem? Es ist das Recht, das die Aufrechterhaltung und immerwährende Reproduktion des Lohnsystems gewährleistet. Damit ist auch die Lohnverteilung im Rahmen dieses Rechts, also gerecht. Oder soll ein Lohn fernab kapitalistischer Logik gefordert werden? Das wäre absurd, denn offensichtlich geht es nicht um ein irgendwie geartetes anderes „Gerechtigkeitsempfinden“ von „moralisch integren“ Persönlichkeiten. Dies sah auch Karl Marx so, der dieser Forderung eine klare Absage erteilte, indem er erklärte: „Nach gleicher oder gar gerechter Entlohnung auf Basis des Lohnsystems rufen, ist dasselbe, wie auf Basis des Systems der Sklaverei nach Freiheit zu rufen.“ (ebenda) Wir können gerne darüber streiten, in den Streiks der ArbeiterInnen hier und da für mehr und weniger fortschrittliche Losungen eine Arbeiterbewegung zu sehen oder nicht. Offensichtlich ist jedoch, dass wir fernab davon sind, Druck auf die Macher der Lohntarifrunden, der Parlamentarier und sonstigen Politik- und Wirtschaftsmacher oben zu machen. Wenn wir also so und so viel Lohn fordern, den dann auch noch gleich oder gerecht nennen, brauchen wir uns doch nicht vormachen, dass dies irgendeinen Kapitalisten jucken würde. Wenn wir also meinen, mit dieser Art kleinen (und dazu noch unerfüllbaren) Forderungen etwas im Portemonnaie der Leute positiv (im Sinne von mehr) verändern zu können, liegen wir schon außerhalb des Größenwahns. Lasst uns doch mal darüber reden, was die Lohnarbeit als solches ausmacht. Denn diese Gesellschaftsordnung namens Kapitalismus macht die Rentabilität zum ökonomischen Zweck, dem sie alles unterordnet. Diese von Menschen gemachte Ordnung macht also nicht die Bedürfnisse der Menschen bzw. ihre Befriedigung zum Maßstab des gesellschaftlichen wirtschaftlichen Handelns, sondern den Bedürfnissen äußerliche Faktoren. In diesem System spielt die Lohnarbeit oder der Preis der Ware Arbeitskraft eine Wert schaffende Rolle...ist aber Teil dieses NICHT den menschlichen Bedürfnissen entsprechenden, da nicht auf sie ausgerichtetes Systems. Das abzuschaffen ist unser Zweck ... und nicht die Bedingungen des Lebens in diesem kapitalistischen Systems zu verbessern, was wir derzeit nicht können und was auch bei veränderten Kräfteverhältnissen nur bedingt geht. Denn in einer Gesellschaftsordnung, die mit Lohn, Geld und Kapital eine Ordnung geschaffen hat, die der Produktion von Waren und nicht Gebrauchsgütern dient, kann auch nur am Ende eine Entlohnung herauskommen, die schon vom Wesen her nur den Inhalt hat, uns über Wasser zu halten und nicht den Reichtum uns zukommen zu lassen Wir sehen auch, wie tief die Arbeiter“bewegung“ gesunken ist und mit ihr aller Funken kommunistischer Kraft. Der 1. Mai kann wieder ein Tag werden, der sich der Frage der Abschaffung des Lohnsystems annimmt. Dafür sind aber alle Revolutionäre aufgerufen, dem Reformismus ein Ende zu bereiten. Solange wir vermeintliche Spiele im Rahmen des Systems spielen, ist auch die noch so ferne Zukunft nicht zu erkennen. Lohnsystem abschaffen – Sozialismus
aufbauen!
Mit Rückrad, ohne Angst
Doch warum sollte jemand für den Kommunismus kämpfen, dessen Bewegung derart schwach und sich von vorne bis hinten nicht einig ist, wie wir den Kommunismus aufbauen? Warum sich ein Haufen Arbeit und Schwierigkeiten machen, wo das Leben doch schon anstrengend genug ist? Wozu das Ganze, fragen sich manche. Weil es um mehr geht. Nicht um Freiheit, Gerechtigkeit, Frieden, Liebe oder
andere bürgerliche Träumereien. Sondern darum Mensch zu sein und seine
menschlichen Bedürfnisse zu befriedigen, frei von den Fragen ob Du Dir
das leisten kannst oder wie viel lohnarbeitsfreie Zeit Du dafür hast.
Das können wir im Kapitalismus jedoch prinzipiell niemals erreichen,
egal wie schön wie es uns auch einrichten mögen mit non-kommerzieller
Kultur, Freunden, Alkohol oder sonstigem. Sozialismus oder Barbarei! Der Kommunismus ist deshalb auch nicht irgendeine nette Idee diese Welt zu verbessern, sondern die einzig mögliche Alternative zur Barbarei des Kapitalismus; egal ob diese Barbarei nun als Heuschrecken-, Casinokapitalismus, soziale Marktwirtschaft, Imperialismus oder Faschismus bezeichnet wird. Die kapitalistische Wirtschaft bestimmt das Ausmaß unserer Ausbeutung und der Barbarei. Sie muss beseitigt werden, egal ob bürgerliche Demokraten oder Faschisten im Parlament sitzen, denn Parlamente und Gesetze dienen immer der Aufrechterhaltung der herrschenden Ordnung. „Ich bin nicht frei. Ich kann nur wählen welche Diebe mich bestehlen, welche Mörder mir befehlen.“ Auch deshalb können Parlamente uns niemals dazu dienen die kapitalistische Herrschaft zu brechen. Die Revolution wird dort nicht abgestimmt, sondern muss von uns auf der Straße und in den Fabriken erkämpft werden. Einen Finger kann man brechen, fünf Finger sind eine Faust. Die dazu notwendige Arbeiterbewegung, geschweige denn
die Organisation, die diese Bewegung anleiten und koordinieren könnte,
gibt es heute nicht. Dutzende Gruppen philosophieren über marxistisches
Geschichts- und Sozialismusverständnis, debattieren über Strategie und
Taktik und streiten über Tagespolitik. Aber hier kann es uns auch nicht
darum gehen Illusionen und Fehler beiseite zu wischen und die Einheit
mit Unterschieden zu predigen. Derartige Kompromisse führen direkt in
die Nutzlosigkeit oder die Sozialdemokratie. Stattdessen müssen wir
über Inhalte sprechen und uns darüber einig werden warum wie den Kapitalismus
ablehnen, warum nur der revolutionäre Sturz möglich ist und wie wir
eine kommunistische Gesellschaft aufbauen können. Steht auf!
Erklärung
Teile des Roten Oktobers haben ihren Austritt und sogar
die Spaltung von uns erklärt. Wir halten es für angemessen, trotz mangelnder
gesellschaftlicher Relevanz beider Teile eine Erklärung hierzu abzugeben.
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letzte
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